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Robert Habeck zieht sich aus der Politik zurück

25. August 2025

Der frühere Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck von den Grünen verlässt den deutschen Bundestag. Zukünftig wird er an Universitäten tätig sein. Er war eines der bekanntesten Gesichter der Ampel-Koalition.

Robert Habeck spricht in ein Mikrophon, im Hintergrund eine blaue Wand mit weißen Buchstaben
Macht einen Schnitt: Robert HabeckBild: Kay Nietfeld/dpa/picture alliance

In einem an diesem Montag veröffentlichten Interview mit der Zeitung "taz" sagte der frühere Bundeswirtschaftsminister und Grünen-Chef, er habe gerade dem Bundestagspräsidium mitgeteilt, dass er zum 1. September sein Bundestagsmandat zurückgeben werde.

"Ich werde das nächste Jahr an verschiedenen ausländischen Forschungs- und Bildungseinrichtungen forschen, lehren und lernen. Das eine ist das Dänische Institut für Internationale Studien in Kopenhagen." Ein weiteres sei die US-Universität Berkeley in Kalifornien. "Aber es wird auch noch andere geben, mit denen ich zusammenarbeiten werde."

Habeck war Kanzlerkandidat der Grünen

Mit dem Abschied von Robert Habeck zieht sich einer der über Jahre hinweg profiliertesten Grünen-Politiker aus der Tagespolitik zurück. Habeck war Vize-Kanzler in der Ampel-Koalition aus SPD, Grünen und FDP. Bei der vergangenen Bundestagswahl war Habeck Kanzlerkandidat seiner Partei. Die Grünen kamen mit ihm aber nur auf 11,6 Prozent, ein Rückgang um mehr als drei Prozentpunkte.

Habeck begründete seine Entscheidung auch damit, dass nicht nur die Ampel-Koalition, sondern auch seine politische Idee abgewählt worden sei, "die Grünen in die gesellschaftliche Mitte zu führen", um angesichts der schrumpfenden beiden Ex-Volksparteien "das Zentrum zu stabilisieren".

Dank von Parteichefs und Fraktionsvorsitzenden

Die Parteichefs der Grünen, Franziska Brantner und Felix Banaszak, teilten mit, Habecks Entscheidung zu bedauern. Er habe Deutschland 2022 durch die Energiekrise gelotst und auch die Energiewende massiv beschleunigt.

Die Grünen-Fraktionsvorsitzenden Britta Haßelmann und Katharina Dröge dankten Habeck in einer gemeinsamen Erklärung für seine Verdienste. Sie schrieben, er habe die Grünen in den vergangenen Jahren geprägt wie kaum ein anderer. Habeck habe es möglich gemacht, dass Deutschland seine Klimaziele einhalten könne. 

pg/haz (dpa, rtr)