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Rumänischer Tabak Pflicht für Konzerne?

2. September 2002

- Ausländische Hersteller protestieren gegen Gesetzentwurf

Bukarest, 31.8.2002, ADZ, deutsch

Die internationalen Tabak-Konzerne protestieren gegen den Entwurf eines Dringlichkeitserlasses, den das Landwirtschaftsministerium ausgearbeitet hat und der Exekutive zur Verabschiedung vorlegen will. Durch diesen Gesetzestext sollen die internationalen Konzerne gezwungen werden, künftig 50 Prozent rumänischen Tabak in der Produktion zu verwenden. "Wir haben nichts gegen die Förderung der rumänischen Tabak-Produktion, doch die internationalen Zigaretten-Hersteller können nicht staatliche Verpflichtungen übernehmen", sagte Gilda Lazar, Sprecherin der Japan Tobacco International (JTI). Außerdem entspreche die Qualität des rumänischen Tabaks nicht den Standards von JTI. Er sei auch mit Pflanzenschutzmitteln und anderen Chemikalien behandelt. "Würde der rumänische Tabak unseren Qualitätsansprüchen genügen, würden wir ihn auch ohne ein Gesetz kaufen", sagte auch Adrian Popa, der Sprecher von British American Tobacco (BAT). Die rumänische Tabakproduktion beträgt 8000 Tonnen im Jahr. Die internationalen Konzerne benötigen 36.000 Tonnen Tabak für ihre Rumänien-Produktion, also könnten sie gar nicht 50 Prozent rumänischen Tabak für ihre Zigaretten verwenden. BAT schlägt vor, dass die Tabak-Konzerne einen Fonds einrichten, durch den die rumänischen Tabak-Bauern zwei-drei Jahre unterstützt werden, damit sie sich anderen Kulturen zuwenden. (fp)

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