Russischer Offizier wegen Mordes an Tschetschenin schuldig gesprochen
25. Juli 2003Moskau, 25.7.2003, INTERFAX, russ., aus Rostow am Don
Das Bezirksmilitärgericht Nordkaukasus hat Jurij Budanow, der beschuldigt wird, die Tschetschenin Elsa Kungajewa ermordet zu haben, zu zehn Jahren Haft in einer Strafkolonie mit verschärften Haftbedingungen verurteilt. Wie ein Korrespondent von "Interfax-Jug" aus dem Gerichtssaal berichtete, befand das Gericht Jurij Budanow für zurechnungsfähig und erkannte ihm den Rang eines Obersten und den staatlichen "Tapferkeitsorden" ab. Jurij Budanow ist gemäß allen Artikeln für schuldig erklärt worden, deren ihn die Staatsanwaltschaft beschuldigte, – Artikel 286 Absatz 3 des Strafgesetzbuches der Russischen Föderation (Amtsmissbrauch), Artikel 126 Absatz 3 des Strafgesetzbuches der Russischen Föderation (Entführung) und Artikel 105 Absatz 2 des Strafgesetzbuches der Russischen Föderation (Mord). (...)
Die Ermittlungen ergaben, dass der Kommandeur des Panzerregiments Jurij Budanow in der Nacht auf den 27. März 2000 mit einem Panzerwagen in das Dorf Tangi kam, Elsa Kungajewa festnahm, die er für eine Heckenschützerin der Rebellen hielt, und sie in die Militäreinheit mitnahm. Dort verhörte und erwürgte der Offizier sie und befahlt den Soldaten, den Leichnam zu vergraben. (...) (lr)