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Der russische Patient

30. Januar 2015

Die russische Zentralbank hat den Leitzins um zwei Prozentpunkte auf 15 Prozent gesenkt - trotz des massiven Rubelverfalls der vergangenen Monate. Moskau hofft, damit Kreditklemme und Rezession vermeiden zu können.

Symbolbild - Russischer Rubel
Bild: Getty Images/K. Kudryavtsev

Die überraschende Zinssenkung vom Freitag setzte den Rubelkurs erneut stark unter Druck. Im Nachmittagshandel kletterte der Euro deswegen zwischenzeitlich auf 81,5 Rubel.

Die russischen Währungshüter hatten den Leitzins im Dezember um 6,5 Punkte auf 17 Prozent stark erhöht, um den rasanten Rubelverfall zu stoppen und die Inflation zu bremsen. 2014 hatte die russische Währung - verstärkt vom niedrigen Ölpreis - mehr als 50 Prozent ihres Wertes im Vergleich zu Dollar und Euro verloren.

Rezession im Anmarsch

Zudem leidet Russland unter den westlichen Sanktionen, die im Zuge der Ukraine-Krise verhängt worden sind. Am Freitag gab die Statistikbehörde Rosstat bekannt, dass die Wirtschaft vergangenes Jahr lediglich um 0,6 Prozent gewachsen ist. 2013 hatte dieser Wert noch bei 1,3 Prozent gelegen.

Auch der Ausblick für 2015 ist düster: Experten rechnen mit einer Inflation von über zehn Prozent und einem Wirtschaftseinbruch von minus 0,8 Prozent. Laut Wirtschaftsminister Alexej Uljukajew könnte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sogar um fünf Prozent schrumpfen, je nachdem, wie sich der Ölpreis entwickelt. Moskau hat bereits massive Einsparungen angekündigt.

nk/bea (dpa, AFP)

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