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Sorge um Scharon

2. Januar 2014

Seit acht Jahren liegt der frühere israelische Regierungschef Ariel Scharon im Koma. Er hatte damals einen Schlaganfall erlitten. Nach Medienberichten hat sich sein Zustand jetzt abrupt verschlechtert.

Früherer israelischer Ministerpräsident Ariel Scharon (Foto: picture alliance/dpa)
Bild: picture-alliance/dpa

Scharon leide nach einer Operation unter "schweren Nierenproblemen", berichtete das israelische Militärradio. Die Nachrichten-Website Ynet meldete unter Berufung auf Ärztekreise, er sei vor einem Monat auf die Intensivstation verlegt worden.

Danach habe sich sein Zustand stabilisiert, doch seit einigen Tagen sei eine "bedeutende Verschlechterung" zu verzeichnen. Der heute 85-Jährige sei vor einem Monat operiert worden. Im Fernsehsender Channel 10 hieß es am Mittwochabend, die Ärzte bangten um sein Leben.

Scharon war am 4. Januar 2006 nach einem Schlaganfall ins Koma gefallen und wird künstlich am Leben gehalten. Er wird im Shiva-Zentrum des Krankenhauses Tel Hashomer bei Tel Aviv behandelt. Der frühere Armeegeneral war 2001 israelischer Ministerpräsident geworden.

Als Kriegsheld verehrt

Nach Streit mit den alten Weggefährten verließ Scharon den 1973 von ihm mitbegründeten rechtsorientierten Likud-Block und gründete im November 2005 die neue Partei Kadima.

Nachdem er zunächst die israelische Siedlungspolitik in den Palästinensergebieten unterstützt hatte, setzte er 2005 den israelischen Rückzug aus dem Gazastreifen und die Auflösung der jüdischen Siedlungen in der Region durch.

Scharon wird in Israel als Kriegsheld verehrt. Er nahm als Soldat am israelischen Unabhängigkeitskrieg 1948, am Sechstagekrieg 1967 und am Jom-Kippur-Krieg 1973 teil.

gri/re (dpa, afp)

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