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Schlag gegen Terror-Verdächtige

25. März 2010

Saudische Sicherheitskräfte nehmen mehr als 100 mutmaßliche Terroristen fest +++ Bundesratspräsident Böhrnsens Reise nach Israel und ins Westjordanland +++ Eine saudische Dichterin sorgt bei "Abu Dhabi TV" für Furore

Die Öl-Anlage in Jubeil, etwa 600 Kilometer von der saudischen Haupstadt Riad entfernt (Foto: AP)
Die Terror-Verdächtigen sollen Anschläge auf die Öl-Industrie in Saudi-Arabien geplant habenBild: AP

In Saudi-Arabien galt das Terrornetzwerk El Kaida eigentlich als zerschlagen: Seit Jahren schon werden die Terroristen von den saudischen Sicherheitskräften verfolgt. Viele El Kaida-Mitglieder haben sich deshalb in den benachbarten Jemen zurück gezogen. Das Land steckt in einer tiefen Krise - ein idealer Rückzugsraum für El Kaida. Jetzt scheint sich das Terrornetzwerk in Saudi-Arabien zurückgemeldet haben: Saudische Sicherheitskräfte haben bei einer Razzia am Mittwoch (24.03.2010) mehr als 100 mutmaßliche El Kaida-Terroristen festgenommen. Fast die Hälfte von ihnen stammt aus dem Jemen.

Reise nach Jerusalem

Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu war gerade in Washington, als der deutsche Bundesratspräsident Jens Böhrnsen nach Jerusalem reiste. Das hat Böhrnsen nicht daran gehindert, intensive Gespräche mit israelischen Politikern zu führen - aber nicht nur mit ihnen. Zum ersten Mal hat der Bremer Bürgermeister auch das Westjordanland besucht. Und dabei die Erfahrung gemacht: Je mehr man weiß über den israelisch-palästinensischen Konflikt, desto komplizierter wird es.

Wenn Poesie politisch wird

Romantische Geschichten, klangvolle Worte - damit hatten die Zuschauer von "Abu Dhabi TV" gerechnet. Aber nicht mit dem Vortrag von Hissa Hilal. Die saudische Dichterin hat einen Poesie-Wettbewerb im Fernsehen dazu genutzt, mit radikalen Klerikern abzurechnen. Als "bösartig, barbarisch und blind" hat sie die Fanatiker bezeichnet - und hat es mit ihrem Gedicht ins Finale geschafft.

Redaktion: Anne Allmeling / Ina Rottscheidt

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