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Schlechte Wachstumsaussichten in Paris

26. Juni 2012

Frankreich bildet die zweitgrößte Wirtschaft im Euro-Raum. Die Aussichten sind aber nicht rosig. Nur noch ein Mini-Wachstum erwarten die Statistiker.

Symmbolbild zu Paris, Eiffelturm. Bild: Fotolia/Ralf Gosch #22031787
Bildergalerie Der Eiffelturm in ZahlenBild: Fotolia/Ralf Gosch

Frankreich dürfte in diesem Jahr nach Einschätzung von Fachleuten an einer Rezession nur knapp vorbeischrammen. Das Statistikamt Insee prognostizierte ein Wirtschaftswachstum um 0,4 Prozent für 2012. Das ist deutlich weniger als im Vorjahr, als die zweitgrößte Volkswirtschaft des Euroraums noch ein Plus von 1,7 Prozent verbuchen konnte.

Arbeitslosenquote über zehn Prozent

Auch rechnen die Experten nicht mit einer Entspannung am Arbeitsmarkt. Insee erwartet einen Verlust von rund 25.000 Stellen im Laufe des Jahres - die Arbeitslosenquote würde so von zuletzt zehn auf dann 10,3 Prozent steigen. Lediglich bei der Preissteigerung ist eine Besserung in Sicht. Die Statistiker gehen von einer Inflation von 2,0 Prozent in diesem Jahr aus, 2,3 Prozent waren es im vergangenen Jahr.

Die neue Regierung in Paris unter dem sozialistischen Präsidenten Francois Hollande bemüht sich, mit Steuererhöhungen und Ausgabenkürzungen die Haushaltsziele zu erreichen. Gleichzeitig wollen die Sozialisten das Wachstum ankurbeln und den Konsum stärken. Dazu hebt die Regierung zum Juli den Mindeststundenlohn leicht um 18 Cent an. Der in ganz Frankreich geltende Mindestlohn liegt dann bei 9,40 Euro.

Konsolidierung in Sicht

Wegen seines hohen Staatsdefizits war Frankreich Anfang des Jahres von der Ratingagentur 'Standard & Poor' abgewertet worden und hatte seine Topnote "AAA" verloren. Allerdings: Der Fehlbetrag im Staatshaushalt war 2011 auf 5,2 Prozent gesunken, im laufenden Jahr soll sich die Konsolidierung der französischen Staatsfinanzen fortsetzen. Es wird mit einem Etatloch von noch 4,5 Prozent gerechnet.

haz/pg (rtr, dpa)

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