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KatastropheSchweiz

Brandkatastrophe in Crans-Montana: Dutzende Tote

Veröffentlicht 1. Januar 2026Zuletzt aktualisiert 1. Januar 2026

In dem beliebten Schweizer Ferienort beginnt das neue Jahr mit einem verheerenden Unglück: Bei der Silvesterparty in einer Bar bricht ein Feuer aus - mit tödlichen Folgen.

Rettungskräfte an der Bar  "Le Constellation" in Crans-Montana, deren Fenster und Blick auf den Vorplatz teilweise mit Sichtschutz-Planen verdeckt wird
Der Ort des Unglücks: die Bar "Le Constellation"Bild: Maxime Schmid/AFP/Getty Images

"Ungefähr 40" Tote, mehr als 110 Verletzte: Das ist die erschreckende Bilanz der Polizei nach einem Großbrand bei einer Silvesterfeier in Crans-Montana im Schweizer Kanton Wallis.

Viele der Verletzten befänden ‍sich in einem ernsten Zustand, sagte der Präsident der Walliser Regierung, Mathias Reynard. Die Intensivstation des Spitals Wallis sei voll. Patienten seien deshalb ​in Krankenhäuser nach Zürich, Genf, Lausanne und Sion verlegt worden.

Mondäner Skiort unter Schock

Crans-Montana ist einer der bekanntesten Touristenorte in den Schweizer Alpen und über Feiertage wie Weihnachten und Neujahr mit tausenden Besuchern aus aller Welt meist ausgebucht. Es sei daher sehr wahrscheinlich, dass unter den Opfern ausländische Gäste seien, so die Polizei. Die Identifizierung der Toten und Verletzten brauche noch etwas Zeit.

Das Feuer war in der Bar "Le Constellation" am Neujahrstag um 1.30 ‍Uhr (Ortszeit) ausgebrochen. Die Ermittler gehen von einem Unglück aus. "Ein Anschlag kann absolut ausgeschlossen werden", betonte Generalstaatsanwältin Beatrice Pilloud. Es seien Untersuchungen zur genauen Ermittlung der Brandursache eingeleitet worden. Dazu würden auch vor Ort gefundene Telefone ausgewertet. 

Innenansicht der Lokalität in Crans-MontanaBild: Police Cantonale Valaisanne/AP Photo/picture alliance

Explosionen, von denen Anwohner berichteten, hätten sich erst nach dem Brandausbruch ereignet, ergänzte der Kommandant der Walliser Kantonspolizei, Frédéric Gisler. Schweizer Medien zufolge könnte das Unglück auf den Einsatz von Pyrotechnik zurückzuführen sein. Zwei Augenzeuginnen sagten hingegen, das Feuer sei durch Kerzen verursacht worden.

"Eine der schlimmsten Tragödien"

Der neue Schweizer Bundespräsident Guy Parmelin nannte den Brand "eine der schlimmsten Tragödien, die unser Land erlebt hat". Auf der Online-Plattform X schrieb er: "Was ein Moment der Freude sein sollte, verwandelte sich in der Nacht in Crans-Montana in eine Trauer, die die ganze Schweiz und das Ausland betrifft."

Nach dem Unglück ist die Trauer in der Schweiz großBild: Denis Balibouse/Reuters

Auch der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz zeigte sich "erschüttert". Auf X erklärte er: "Unsere Gedanken sind bei den Betroffenen und ihren Angehörigen. Den Verletzten wünsche ich baldige und vollständige Genesung."

wa/haz/ack (dpa, rtr, afp)

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