Schwere Buschbrände halten Australien wieder in Atem
11. Januar 2026
Im australischen Bundesstaat Victoria wüten die Brände schon seit Mitte der Woche. Laut Behörden verbrannten bereits mehr als 300.000 Hektar Land, mehr als 130 Häuser wurden zerstört. In Tausenden Haushalten fiel der Strom aus. Nahe der Stadt Longwood nördlich von Melbourne kam nach Polizeiangaben ein Mensch bei einem Buschfeuer ums Leben.
Es werde wahrscheinlich Wochen dauern, bis die Feuerwehrleute die Brände unter Kontrolle bringen, erklärte der Leiter der Feuerwehr von Victoria, Chris Hardman. "Diese Brände werden nicht eingedämmt sein, bevor erneut heißes, trockenes und windiges Wetter einsetzt", sagte er dem Fernsehsender ABC.
Tausende von Feuerwehrleuten und mehr als 70 Flugzeuge sind im Einsatz. Für ganz Victoria gilt ein totales Feuerverbot. Der Rauch der Buschbrände beeinträchtige die Luftqualität in vielen Gebieten, einschließlich der Metropole Melbourne, fügte Allan hinzu.
Schlimmste Feuer seit dem "Schwarzen Sommer"
Im benachbarten Bundesstaat New South Wales erreichten mehrere Brände nahe der Grenze zu Victoria die höchste Gefahrenstufe, wie die dortige Feuerwehr mitteilte. Auch in Westaustralien warnten die Behörden vor extremer Waldbrandgefahr.
Die Behörden bezeichneten die Brände als die schlimmsten im Südosten des Landes seit dem sogenannten Schwarzen Sommer 2019/2020. Damals war eine Fläche von der Größe der Türkei zerstört worden, 33 Menschen kamen ums Leben.
In Australien ist derzeit Sommer. Hohe Temperaturen von teilweise über 40 Grad und starke Winde erhöhen die Brandgefahr. Erst vor einem Monat hatte es schwere Waldbrände in New South Wales gegeben.
gri/wa (rtr, afp, kna)
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