Veit-Ulrich Braun
27. August 2026Anzeige
Das neue EU-Ein- und Ausreisesystem (EES) bringt in der serbisch-kroatischen Grenzregion unerwartete Folgen mit sich. Im serbischen Dorf Neštin können viele Einwohner wichtige Einrichtungen wie Arbeit, Schulen, Ärzte oder Banken nur über kroatisches und damit EU-Gebiet erreichen. Seit die 90-Tage-Regel konsequent kontrolliert wird, drohte zahlreichen Bewohnern die Sperrung ihrer täglichen Route. Nach einwöchigen Protesten und Straßenblockaden erreichten die Dörfer Sondergenehmigungen. Doch zentrale Kräfte wie ein Arzt oder eine Bibliothekarin warten weiterhin auf Passierscheine. Der Fall zeigt, wie EU-Grenzregeln den Alltag von Grenzgemeinden unmittelbar beeinflussen können.
