Serbien und die Medien
22. Januar 2002Belgrad, 21.1.2002, FONET, serb., Copyright BBC monitoring
Die Vorsitzende des Unabhängigen Verbandes Serbischer Journalisten (NUNS), Gordana Susa, hat erklärt, Serbiens Regierung habe im Hinblick auf die Mediengesetzgebung kaum etwas getan. "Könnte wohl der Grund dafür sein, dass Änderungen im Medienbereich irgend jemandem nicht genehm wären oder schiebt man sie auf die lange Bank, bis andere, wichtigere Dinge erledigt sind?", so Susa auf einer Pressekonferenz. "Die Änderung von Mediengesetzen ist eine der wichtigsten Voraussetzungen, um den Anschluss an Europa zu finden", sagte Gordana Susa und fügte hinzu, "der Druck politischer Schwergewichte auf Journalisten hält an".
Tamara Sretanovic, ehemalige Reporter von TV Kragujevac, und Vesna Sladojevic, einstige Chefredakteurin des Novi Sader Fernsehsenders Apolo TV, nahmen ebenfalls an der Pressekonferenz teil. Sie haben, wie sie sagten, ihre Arbeit verloren, weil die kommunale Regierung von Kragujevac und Novi Sad Druck auf sie ausgeübt haben. (TS)