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"Serbien verdient eine bessere Medienlage"

17. Februar 2003

– Informationsminister vermisst staatliche Verantwortung

Kragujevac, 16.2.2003, BETA, serb.

Der Bundesinformationsminister (Serbiens und Montenegros - MD), Slobodan Orlic, hat die heutige Lage der Medien als besser bezeichnet. Generell gesehen verdiene Serbien eine viel bessere Medienlage, so Orlic.

Die Hauptverantwortung für die Lage trügen, mal abgesehen von nicht vorhandenen gesetzlichen Rahmenbedingungen, die Politiker, die versuchten, weiterhin Druck auf die Medien auszuüben, sagte Orlic in einer Diskussionsrunde des privaten Fernsehsenders "IN" in Kragujevac.

"Solange die Journalisten viel weniger als die Politiker in Serbien verdienen, kann die die Lage der Medien nicht besser werden", sagte Orlic und fügte hinzu, "dass die Kaderstruktur in den Medien schlecht ist."

Orlic erinnerte dabei an die getöteten Journalisten Slavko Curuvija und Milan Pantic, deren Mörder noch nicht gefasst seien. Die Regierung müsse in dieser Hinsicht mehr tun und die Auftraggeber finden. Auf die Frage, ob Serbien ein Gesetz über die Lustration brauche, sagte Orlic: "Die Medienorganisationen und das zuständige Ehrengericht müssen die Leute benennen, die das Ansehen der Journalisten beschädigt haben. Das können nur die ehrlichen Journalisten sagen, die die Ehre und das Ansehen des Journalismus in den letzten zehn Jahren in Serbien verteidigt haben." (...) (fp)

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