Serbien wartet auf neue EU-Finanzhilfe
11. April 2003Belgrad, den 10.4.2003, BETA, serb., aus Brüssel
Die EU hat bereits 40 Millionen Euro Finanzhilfe für Serbien überwiesen. Zwei weitere Tranchen von 45 Millionen Euro sollen in beschleunigtem Verfahren folgen. Ziel dieser Finanzhilfe ist es, die Behörden in Belgrad dabei zu unterstützen, den Kampf gegen die organisierte Kriminalität und gegen die Gegner der Demokratie und Annäherung an Europa zu Ende zu führen. Denn diese Gegner hätten sich an der Ermordung des serbischen Ministerpräsidenten Zoran Djindjic beteiligt.
In Brüssel teilte heute ein Vertreter der EU-Kommission mit, dass über zusätzliche finanzielle Unterstützung für Serbien am Montag (14.4.) in Luxemburg entschieden werde, denn dies falle in den Kompetenzbereich der EU-Außenminister. (...) Dem Vertreter der EU-Kommission zufolge wird die EU der serbischen Regierung zusätzliche finanzielle Unterstützung zukommen lassen, sobald ihr die Schätzungen des IWF über die potentiellen Investitions- und wirtschaftlichen Verluste vorliegen, die durch die dramatische Lage nach dem Mord an Djindjic hervorgerufen wurden. Der EU-Außenbeauftragte Javier Solana spricht heute und morgen in Belgrad über die EU-Unterstützung für Serbien und Montenegro mit der Führung von Serbien sowie mit der von Serbien und Montenegro. Danach wird Solana den EU-Ministern Bericht erstatten. (md)