Serbiens Premierminister warnt vor Sieg der Extremisten
16. September 2002Belgrad, 16.9.2002, BETA, serb.
Der serbische Ministerpräsident Zoran Djindjič erklärte, dass es für Serbien am schlimmsten wäre, wenn die nächsten Wahlen scheitern oder wenn einer der “extremistischen Kandidaten, die nationalistische Geschichten erzählen, gewinnen würde”.
Djindjič fügte im Gespräch mit der Zeitung "Glas javnosti" hinzu, dass die "dritte und schlimmste Variante wäre", wenn der Präsidentschaftskandidat der DSS (Demokratische Partei Serbiens - MD), Vojislav Koštunica, die Wahlen gewinnen würde.
Miroljub Labus ist für ihn der Kandidat einer Bürgergruppe, der die Wahlen für sich entscheiden wird.
"Die Bürger haben es satt, ständige Missstimmungen zu hören, sie wollen gute Nachrichten, Optimismus und Freude. Kostunica ist das Gegenteil, und gerade das wird am Ende ausschlaggebend sein”, sagte Djindjič.
Der serbische Premierminister wies alle Spekulationen über eine angebliche Manipulation der albanischen Stimmen bei den bevorstehenden Präsidentschaftswahlen am 29. September in Kosovo zurück. Gewählt werde sowieso nur in Orten, wo Serben lebten.
"Ich wäre sehr überrascht, wenn ein Albaner wählen würde. Kein Albaner wird einen Wahlzettel ausfüllen, und falls doch, dann möchte ich diese Albaner persönlich kennen lernen. Das heißt aber nicht, dass sie keine Wahlmöglichkeit erhalten sollen. Jeder, der wählen will, bekommt die Möglichkeit", fügte Djindjič hinzu. (...) (fp)