1. Zum Inhalt springen
  2. Zur Hauptnavigation springen
  3. Zu weiteren Angeboten der DW springen

Shell überrascht mit heftigem Gewinneinbruch

17. Januar 2014

Sinkende Preise für Öl und Gas, Probleme im Raffinerie-Geschäft: Der Ölkonzern Royal Dutch Shell rechnet für 2013 mit einem deutlichen Gewinnrückgang von rund 40 Prozent.

Royal Dutch Shell Logo (Foto: picture alliance/empics)
Bild: picture alliance/empics

Im vergangenen Jahr hat der britisch-niederländische Öl-Konzern Royal Dutch Shell einen massiven Gewinneinbruch verbucht, wie er am Freitag mit überraschend vorgezogenen Zahlen mitteilte. Unter dem Strich standen noch 16,4 Milliarden US-Dollar (12 Mrd Euro), ein Einbruch um fast 40 Prozent. Analysten hatten zwar mit einem Rückgang gerechnet - aber nicht in diesem Ausmaß. Ursprünglich wollte Shell sein Zahlenwerk erst am 30. Januar vorlegen.

"Unsere Ergebnisse im Geschäftsjahr 2013 entsprechen nicht dem, was ich von Shell erwarte", sagte Unternehmenschef Ben van Beurden laut Mitteilung. Die Gewinnmargen im verbrauchernahen Downstream-Geschäft - etwa bei den Raffinerien und beim Verkauf von Benzin - seien schwach gewesen. Höhere Kosten und geringere Volumen im Upstream-Geschäft, also der Erschließung und Förderung von Öl und Erdgas, haben ebenso belastet.

Shell: Eine beispiellose Umweltkatastrophe

01:36

This browser does not support the video element.

Verkauf von Beteiligungen

Nach einem Zeitungsbericht sondiert der Konzern eine Veräußerung von Beteiligungen im Wert von umgerechnet elf Milliarden Euro (15 Milliarden Dollar). Konzernchef van Beurden habe einige Ölfelder in der Nordsee, Raffinerie-Geschäfte und einige Projekte in der Frühphase auf die Verkaufsliste gesetzt, berichtete die "Financial Times" am Dienstag unter Berufung auf eine dem Unternehmen nahestehende Person. Shell wollte sich dazu nicht äußern.

Der europäische Branchenprimus hatte im Oktober angekündigt, sich 2014 und 2015 von deutlich mehr Beteiligungen zu trennen als zuvor. Shell setzten zuletzt - wie der gesamten Branche - Überkapazitäten im Raffinerie-Geschäft zu. Van Beurden hat die Leitung des Konzerns vor zwei Wochen übernommen. Analysten erhoffen sich von ihm ein strenge Kostenkontrolle. Pläne für eine Gasverflüssigungsanlage in den USA legte der Konzern bereits auf Eis.

ul/kle (dpa, rtr)

Den nächsten Abschnitt Mehr zum Thema überspringen