News kompakt: Weltweite Rekordumsätze für Rüstungsfirmen
1. Dezember 2025
Angesichts zahlreicher Konflikte verzeichnet die internationale Rüstungsindustrie einen neuen Umsatzrekord. Die 100 größten Waffenproduzenten der Erde steigerten ihre Einnahmen aus dem Verkauf von Rüstungsgütern und Militärdienstleistungen im Jahr 2024 um insgesamt währungsbereinigte 5,9 Prozent. Das geht aus dem neuen Bericht des Stockholmer Friedensforschungsinstituts SIPRI hervor. Die Unternehmen erreichten zusammen einen Umsatz von rund 679 Milliarden US-Dollar (rund 586 Milliarden Euro).
Angetrieben worden sei die Nachfrage nach Rüstungsgütern durch die Kriege in der Ukraine und im Gazastreifen, geopolitische Spannungen auf globalem wie regionalem Niveau sowie immer höhere Militärausgaben, erklären die Friedensforscher. Viele Produzenten hätten ihre Fertigungslinien ausgebaut, Anlagen vergrößert, Tochtergesellschaften gegründet oder andere Unternehmen übernommen.
Papst ruft Menschen im Libanon zum Bleiben auf
Papst Leo XIV. ist von der Türkei aus in den Libanon gereist. Nach seiner Ankunft am Sonntag ermunterte er die Menschen trotz der massiven Wirtschaftskrise zum Bleiben. Es erfordere "Mut und Weitsicht, im eigenen Land zu bleiben oder dorthin zurückzukehren", sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche in der Hauptstadt Beirut. Der Libanon befindet sich seit 2019 in einer tiefen Wirtschaftskrise. Armut und Arbeitslosigkeit nahmen dramatisch zu, vor allem junge Menschen verließen in Scharen das Land.
Im multireligiösen Libanon mit seinen 5,8 Millionen Einwohnern bekennt sich ein Drittel der Bevölkerung zum christlichen Glauben. Am Sonntag traf der Papst den libanesischen Präsidenten Joseph Aoun, einen Christen, Regierungschef Nawaf Salam, einen sunnitischen Muslim, und den schiitischen Parlamentspräsidenten Nabih Berri.
Deutschland und Polen streben noch engere Zusammenarbeit an
Unter Leitung von Bundeskanzler Friedrich Merz und Ministerpräsident Donald Tusk finden in Berlin die deutsch-polnischen Regierungskonsultationen statt. Sie sollen nach offiziellen Angaben zu einer weiteren Vertiefung der Partnerschaft zwischen beiden Ländern beitragen.
Zu den Hauptthemen der Gespräche an diesem Montag gehören die Sicherheits- und Verteidigungspolitik, die wirtschaftliche Zusammenarbeit und die Unterstützung der von Russland angegriffenen Ukraine.
Immer mehr Todesopfer durch Überschwemmungen in Indonesien
Auf der indonesischen Insel Sumatra sind nach Überschwemmungen und Erdrutschen mehr als 440 Menschen ums Leben gekommen. Laut Informationen der Katastrophenschutzbehörde werden noch immer über 400 Menschen vermisst. Auch andere Teile Südostasiens stehen unter Wasser. Betroffen sind vor allem Thailand und Malaysia. Thailand meldete 170 Tote, Malaysia drei. Insgesamt sind in den drei Ländern offiziellen Angaben zufolge mehr als vier Millionen Menschen von der Unwetterkatastrophe betroffen.
In der Region gab es tagelang heftigste Regenfälle, nachdem sich in der Straße von Malakka, einer Meerenge zwischen Indonesien und Malaysia, ein seltener Tropensturm gebildet hatte. Hochwasser und Erdrutsche verursachten vielerorts schwere Verwüstungen, Stromausfälle und einen Zusammenbruch der Kommunikationsnetze.
Schweizer sagen Nein zu Bürgerdienst und Erbschaftssteuer
In der Schweiz hat sich die Bevölkerung bei einer Volksabstimmung deutlich gegen die Einführung eines allgemeinen Bürgerdienstes und eine Erbschaftssteuer für Reiche ausgesprochen. Laut dem offiziellen Endergebnis lehnten am Sonntag gut 84 Prozent der Stimmberechtigten den Bürgerdienst ab. Mehr als 78 Prozent votierten gegen die Volksinitiative für eine nationale Erbschaftssteuer.
Die erste Initiative sah eine Dienstpflicht für alle vor - entweder beim Militär oder beim Katastrophenschutz, aber auch im Bildungs-, Gesundheits- oder Sozialwesen. Bislang gibt es nur eine Wehrpflicht für Männer, die alternativ Zivildienst leisten können. Frauen können sich in der Schweiz derzeit freiwillig zum Militärdienst melden.
Kirchen starten Weihnachtsaktionen - Ruf nach Klimaschutz
Die beiden großen Kirchen in Deutschland haben die Weihnachts-Spendenaktionen ihrer Hilfswerke Adveniat und Brot für die Welt eröffnet. Nach der Weltklimakonferenz rufen die Kirchen in diesem Jahr zu mehr Klimaschutz und Gerechtigkeit weltweit auf. Dazu müsse auch jeder in Deutschland über das eigene Verhalten nachdenken, sagte der Chef des katholischen Adveniat-Hilfswerks, Martin Maier.
Das evangelische Hilfswerk Brot für die Welt ruft auch zu Ernährungsgerechtigkeit auf. Mehr als zwei Milliarden Menschen fehle der Zugang zu sauberem Trinkwasser, sagte Präsidentin Dagmar Pruin. Sie kritisierte, die Folgen des Klimawandels seien ungerecht verteilt, denn diejenigen, die ihn nicht verursacht hätten, litten am meisten darunter.
se/haz/gri (dpa, afp, rtr, ap, kna, epd)
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