Skimo neu bei Olympia - wie funktioniert das Skibergsteigen?
Stefan Nestler
18. Februar 2026
Bei den Olympischen Winterspielen von Mailand und Cortina d’Ampezzo werden erstmals Medaillen im Skibergsteigen vergeben. Was verbirgt sich hinter dieser Sportart?
Tatjana Paller (r.) beim Aufstieg eines Skimo-Weltcup-Sprints in BormioBild: IPA Sport/ABACAPRESS/IMAGO
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"Hier gibt es die perfekte Kombination aus bergauf quälen und bergab runterheizen", sagt Tatjana Paller über das Skibergsteigen, kurz Skimo, als Abkürzung der englischen Bezeichnung Ski Mountaineering. Die 30 Jahre alte Deutsche startet bei der Olympia-Premiere der Wintersportart im Sprint und im Mixed-Team.
Im vergangenen Jahr gewann Paller bei der Weltmeisterschaft in Morgins in der Schweiz Bronze im Sprint. Seit 2020 ist sie Skibergsteigerin, zuvor war sie als Juniorin eine durchaus erfolgreiche Radsportlerin auf der Bahn.
Es gebe durchaus Gemeinsamkeiten zwischen den beiden Sportarten, sagt Paller. "Ausdauersport ist Ausdauersport. Entweder hat man einen Motor oder nicht. Aber Skibergsteigen ist noch einmal anstrengender. Beim Radfahren sitzt man wenigstens."
Trendsport Skitourengehen
Skimo ist die Wettkampf-Variante des Skitourengehens, das in den europäischen Alpen angesichts geradezu explodierender Liftpreise immer populärer wird. Der Deutsche Alpenverein , Deutschlands nationaler Bergsteiger-Verband, schätzt die Zahl der Skitourengeher allein in Deutschland auf mehr als 600.000, mehr als dreimal so viele wie noch zur Jahrtausendwende.
Skitourengehen - wie hier auf der Haute Route in der Schweiz - liegt voll im TrendBild: Moritz Wolf/imageBROKER/IMAGO
Auf einer klassischen Skitour in den Bergen benutzt man keinen Lift, sondern steigt selbständig auf Skiern auf und fährt hinterher ab, über unpräparierte Hänge. Inzwischen steigen jedoch auch viele am Rand von Skipisten auf und fahren dann über diese ab.
Spezialbindung auf, Fell unter den Skieren
Auf den Skiern sind spezielle Bindungen angebracht, die es beim Aufstieg ermöglichen, die Fersen anzuheben. Für die Abfahrt lassen sich die Fersen wie bei normalen Alpin-Skiern mittels Bindung arretieren.
Damit die Ski beim Bergaufsteigen nicht zurückrutschen, befestigt man unter ihnen Steigfelle aus Synthetik- oder Naturfasern, die entweder geklebt werden oder von selbst an den Skiern haften. Ist man oben angekommen, entfernt man die Felle und kann abfahren.
In Sekundenschnelle ziehen Skimo-Athleten - wie hier der Deutsche Toni Palzer - Aufstiegsfelle ab oder bringen sie an Bild: Herbert Berger/imageBROKER/IMAGO
Inzwischen gibt es auch sogenannte Hybridfelle. Sie halten fast so gut wie Klebefelle, lassen sich aber so einfach befestigen wie haftende Felle. "Für Sprint und Mixed-Staffel verwende ich Hybridfelle, weil man sie schnell abziehen kann", erklärt Tatjana Paller. Die Prozedur dauert nur wenigen Sekunden.
Leichte, schmale Skier
Die Skier, die bergauf auf dem Rücken getragen werden, wiegen zwischen 700 und 800 Gramm und sind damit extrem leicht. Außerdem sind sie breiter als Langlauf-, aber schmaler als normale Alpinski: in der Mitte rund 6,5 Zentimeter. Die Mindestlänge der Skier liegt bei den Frauen bei 1,50 Meter, bei den Männer bei 1,60 Meter.
Im Sprint wartet in Bormio ein 610 Meter langer Kurs auf die Aktiven, 70 Höhenmeter sind bergauf zu überwinden. Das Rennen gliedert sich
in den Aufstieg auf Skiern,
eine Tragepassage, in der die Aktiven, mit ihren Skiern auf dem Rucksack, eine Treppe hinaufsteigen müssen,
eine weitere kurze Aufstiegsphase
die abschließende Abfahrt, bei der die Tore etwa im Abstand wie bei einem alpinen Riesenslalom gesteckt sind.
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Schnelligkeit und Taktik
Entscheidend sind die Wechselphasen, bei denen jede Sekunde zählt. Eine Runde dauert zwischen 2:30 und 3:30 Minuten. In den Läufen treten je sechs Aktive gegeneinander an. Die zwei Schnellsten kommen eine Runde weiter.
Bei der Mixed-Staffel absolvieren pro Team eine Athletin und ein Athlet abwechselnd je zwei Runden. Dabei kommt es auch nicht nur auf Schnelligkeit, sondern auch auf die richtige Taktik und gute Teamarbeit an.
"Wir pushen uns ganz gut", sagt Tatjana Paller, die in der Staffel mit dem 23 Jahre alten Finn Hösch antritt. Sie seien gute Einzelsportler, ergänzt Hösch. "Aber es ist eine andere Drucksituation, wenn man weiß, dass man nicht nur das eigene, sondern das gemeinsame Ergebnis beeinflusst."
Erste Weltmeisterschaft im Jahr 2002
Die Wurzeln der Sportart liegen schon mehr als hundert Jahre zurück. Einer der Vorläufer war die 1924 bei den ersten Olympischen Winterspielen in Chamonix erstmals olympische sogenannte Militärpatrouille. Dabei mussten vierköpfige Teams - in Uniform und mit Gepäck im Rucksack - auf Skiern einen 30 Kilometer langen Kurs mit erheblichen Steigungen absolvieren und anschließend noch auf Zielscheiben schießen - ähnlich wie heute beim Biathlon.
Paller in der Abfahrt Richtung Ziel in BormioBild: Davide Vaninetti/IPA Sport/IMAGO
Das Skimo in seiner modernen Ausprägung ist dagegen noch relativ jung. 2002, im Internationalen Jahr der Berge, wurden erstmals Weltmeisterschaften ausgetragen, 2004 feierte der Weltcup seine Premiere.
Distanzwettbewerbe noch nicht olympisch
Im Skimo gibt es insgesamt vier Disziplinen, doch nur in den beiden schnellsten werden in dieser Woche in Bormio Medaillen vergeben: im Sprint der Frauen und Männer am Donnerstag, in der Mixed-Staffel am Samstag.
Die beiden anderen Disziplinen sind noch nicht olympisch: das sogenannte Individual, mit bis zu 1900 Höhenmetern bergauf die längste Wettkampfdistanz, sowie das Vertical, wo es nur einen lange Aufstieg und keine Abfahrt gibt.
"Das ursprüngliche Skibergsteigen ist ja das längere. Deshalb kann ich alle verstehen, die Distanz-Wettbewerbe im olympischen Programm vermissen", sagt Sprintspezialistin Paller. "Aber für uns war es ein Glücksfall, dass die Sprintwettbewerbe ausgewählt wurden."
Ob Skimo auch bei den nächsten Winterspielen 2030 in den französischen Alpen olympisch sein wird, ist zwar noch nicht entschieden, angesichts des Skitouren-Booms aber wahrscheinlich.
Gold, Silber, Bronze - 116 Medaillensätze werden bei den Olympischen Winterspielen in Mailand und Cortina d'Ampezzo vergeben. Diese deutschen Athletinnen und Athleten freuen sich über Edelmetall.
Bild: Luciano Maria Bisi/LiveMedia-IPA/ZUMA/picture alliance
Johannes Lochner auch im Viererbob vor Francesco Friedrich
Nach dem Olympiasieg im Zweierbob verweist Johannes Lochner (l.) seinen größten Rivalen Francesco Friedrich (r.) auch im großen Schlitten auf Rang zwei. Mit seiner Crew Thorsten Margis, Jörn Wenzel und Georg Fleischhauer ist Lochner nach vier Läufen 0,57 Sekunden vorne. "Er musste uns jetzt zehn Jahre lang ertragen, dass wir ihm immer vorangefahren sind", sagt Friedrich und freut sich über Silber.
Bild: Ding Xu/Xinhua/picture alliance
Laura Nolte und Deborah Levi - zwei Freundinnen, zwei Olympiasiege
"Wir vertrauen uns gegenseitig zu 100 Prozent", sagt Zweierbob-Pilotin Laura Nolte (l.) nach dem Gold-Coup von Cortina über ihre Anschieberin Deborah Levi. "Wir sind füreinander da, in Höhen und in Tiefen. Es ist einfach cool, mit einer Freundin Bob zu fahren." Und hinterher zu feiern: Zum zweiten Mal nach Peking 2022 gewinnen die beiden Freundinnen Gold im Zweierbob.
Bild: Robert Michael/dpa/picture alliance
Silber für Pilotin Lisa Buckwitz - nach Gold 2018 als Anschieberin
Auch Silber im Zweierbob geht an Deutschland. Lisa Buckwitz und Neele Schuten machen den deutschen Doppelsieg perfekt. Buckwitz verpasst es damit knapp, als erste Bobfahrerin Olympiagold sowohl als Anschieberin als auch als Pilotin zu gewinnen. 2018 schob sie Mariama Jamanka in Pyeongchang zum Olympiasieg. Nun gewinnt die 31-Jährige ihre erste Medaille an den Lenkseilen. Glückwunsch!
Bild: Michael Kappeler/dpa/picture alliance
Daniela Maier im Skicross um eine halbe Skilänge vorne
Skicrosserin Daniela Maier schafft es kaum als Erste über die Ziellinie, da wird sie auch schon von Trainern, Betreuern und Teamkollegen umarmt und fast erdrückt. Schon in Peking hatte Maier Bronze gewonnen - allerdings erst nach längerem Rechtsstreit um eine mögliche Behinderung durch die Schweizerin Fanny Smith, die diesmal Silber holt.
Bild: Nathan Ray Seebeck/Imagn Images/IMAGO
Gimmler und Rydzek gewinnen Bronze - dank furioser Schlussrunde
Aufatmen im deutschen Skilanglauf-Team: Laura Gimmler (l.) und Coletta Rydzek gewinnen Bronze im Teamsprint und damit die erste Langlaufmedaille bei den Winterspielen von Mailand und Cortina. Mit einer grandiosen Finalrunde stürmt Schlussläuferin Rydzek noch an der Norwegerin Julie Bjervig Drivenes vorbei auf den dritten Platz nach vorne - direkt in die Arme Gimmlers.
Bild: Daniel Karmann/dpa/picture alliance
Gold im Zweierbob für Johannes Locher und seinen großen Anschieber
"Es gibt gerade nichts Geileres, als das ein Plan aufgeht", sagt Bobpilot Johannes Lochner und nimmt seinen fast zwei Meter großen Anschieber Georg Fleischauer in den Arm: "Mit so einem riesigen Vorsprung, das ist unfassbar. Danke an meinen kleinen Anschieber." Mehr als anderthalb Sekunden Vorsprung fahren die beiden heraus, der deutlichste Olympiasieg im Zweierbob seit 1980.
Bild: Haslin/MAXPPP/IMAGO
Kompletter Medaillensatz für deutsche Zweierbob-Teams
Das Rennen endet mit dem größtmöglichen Triumph aus deutscher Sicht - einem kompletten Medaillensatz. Hinter Johannes Lochner (3.v.l.) und Georg Fleischauer (3.v.r.) werden Francesco Friedrich (2.v.r.) und Alexander Schüller (r.) Zweite. "Silber sieht verdammt cool aus", sagt Friedrich, der Olympiasieger von 2022 und 2018. Bronze geht an Adam Ammour (l.) und Alexander Schaller (2.v.l.).
Bild: Sascha Fromm/Funke Foto Services/IMAGO
Vier Hundertstel an Gold vorbei - Silber für Monobob-Pilotin Laura Nolte
"Nachdem Gold so zum Greifen nahe war und ich wirklich drei Superläufe davor hingelegt habe, wollte ich halt auch durchziehen", sagt Laura Nolte nach Silber im Monobob. "Deswegen fühlt es sich jetzt erst mal wie verlorenes Gold an." Im vierten und letzten Lauf gibt die 27-Jährige die Führung noch ab. Nur vier Hundertstelsekunden fehlen Nolte zum ersten deutschen Olympiasieg in dieser Disziplin.
Bild: Marc Niemeyer/HMB-Media/IMAGO
Bronze für deutsches Eiskunstlaufpaar Hase/Volodin - Hauptsache eine Medaille
Als Führende nach dem Kurzprogramm gehen Minerva Fabienne Hase und Nikita Volodin in die Kür. Nach mehreren Patzern rutscht das deutsche Paar auf Platz drei ab. Hauptsache eine Medaille, sagt Hase. "Es ist egal, welche Farbe die hat." Ob die beiden als Eiskunstlauf-Paar gemeinsam weitermachen, lassen sie offen. Nach dem Sommer "schauen wir, wie es weitergeht, wie lang, in welchem Rahmen", so Hase.
Bild: Kyodo News/IMAGO
Drei Skeleton-Wettbewerbe - sechs Medaillen für Deutschland
Auch wenn das ersehnte Gold ausblieb - so viele Medaillen wie diesmal hat das deutsche Skeleton-Team bei Olympia noch nie gewonnen. Die im Einzel jeweils mit Silber dekorierten Susanne Kreher (2.v.r.) und Axel Jungk (r.) rasen im Mixed-Team auf Platz zwei. Jacqueline Pfeifer (2.v.l.) und Christopher Grotheer (l.) werden gemeinsam Dritte - wie zuvor schon jeweils im Einzel.
Bild: Robert Michael/dpa/picture alliance
Skeleton-Fahrerinnen Kreher und Pfeifer - Medaillen mit umgekehrten Vorzeichen
"Nach den Trainingsläufen hätte ich das nie für möglich gehalten", sagt Skeleton-Fahrerin Susanne Kreher (l.) nach ihrem Silber-Coup. "Es fühlt sich noch wie ein Traum an." Bei Jaqueline Pfeifer läuft es eher umgekehrt. Im Training top, im Wettkampf Fehler. "Irgendwie war das Rennen ein Kampf für mich", sagt Jaqueline Pfeifer (r.), darf sich am Ende aber über Bronze freuen.
Bild: Ding Xu/Xinhua/IMAGO
Silber für Jungk, Bronze für Grotheer - die Skeleton-Routiniers liefern
"Ich hätte gern mit einem besseren Lauf aufgehört. Aber total egal - Hauptsache, die Silbermedaille", freut sich Axel Jungk (l.) nach seinem verkorksten Finallauf. Für den 34-Jährigen ist es das zweite Silber nach 2022. Christopher Grotheer (r.) strahlt ebenfalls. "Bronze ist vom Stellenwert für mich wie die Goldene von Peking", sagt der 33-Jährige mit Blick auf seine Verletzungsprobleme.
Bild: Matic Klansek/IMAGO
Auf die Rodel-Team-Staffel ist Verlass - zum vierten Mal in Serie Gold
Mit den Einsitzer-Olympiasiegern Max Langenhan und Julia Taubitz sowie Dajana Eitberger und Magdalena Matschina im Frauendoppel rodeln Tobias Wendl und Tobias Arlt im Doppelsitzer zu Gold. In der 2014 eingeführten Team-Staffel geht der Olympiasieg im vierten Rennen zum vierten Mal an Deutschland. Wendl und Arlt sind nun mit siebenmal Gold Deutschlands erfolgreichste Winter-Olympioniken.
Bild: Eibner-Pressefoto/Memmler/Eibner/IMAGO
Wendl/Arlt: Unbändige Freude über Bronze trotz gerissener Gold-Serie
Die Bronzemedaille fühle sich an "wie Gold, weil wir gekämpft und gelebt haben", sagt Tobias Wendl nach dem Medaillengewinn. "Wir haben eine sehr schwere Woche gehabt, das kannten wir so bisher von den anderen Bahnen noch nicht." Bei den vergangenen drei Winterspielen hatten Wendl und Tobias Arlt insgesamt sechsmal Gold geholt: dreimal im Doppelsitzer, dreimal im Teamwettbewerb.
Bild: Ding Xu/Xinhua/IMAGO
Eitberger/Matschina: Silber bei Olympia-Premiere im Frauen-Doppelsitzer
Zwei Generationen, eine Medaille: Die 35 Jahre alte Dajana Eitberger (l.) und die 20-jährige Magdalena Matschina freuen sich über Silber im Doppelsitzer. Erstmals ist der Wettbewerb auch bei den Frauen olympisch. Für Eitberger, die bereits 2018 in Pyeongchang Silber im Einzel gewann, sind es die letzten Winterspiele. Matschina holt sich gleich bei ihrem Olympia-Debüt eine Medaille.
Bild: Oryk Haist/IMAGO
Nach dem Olympiasieg brechen bei Rodlerin Julia Taubitz alle Dämme
"Ich habe lange nicht mehr so viel geweint, da ist gerade ganz viel abgefallen", sagt Rodlerin Julia Taubitz nach ihrem Gold-Coup in Cortina. 2022 in Peking war sie als Favoritin gestürzt und hatte eine Medaille verpasst. "Das war mein Kindheitstraum von kleinauf, ich habe schon nicht mehr dran geglaubt", räumt die 29 Jahre alte Olympiasiegerin ein. Es sei "der geilste Tanz meines Lebens" gewesen.
Bild: Sascha Fromm/Funke Foto Services/IMAGO
Mit Slalom-Bestzeit zu Silber in der Team-Kombination
Nur 0,05 Sekunden fehlen Emma Aicher (l.) und Kira Weidle-Winkelmann (r.) am Ende zu Gold in der Kombination. Weidle-Winkelmann wird in der Abfahrt Sechste. Aicher katapultiert das deutsche Duo mit ihrer Bestzeit im Slalom auf Platz zwei. "Es war eine Achterbahn, sehr emotional", freut sich Weidle-Winkelmann. "Emma hat zu 100 Prozent abgeliefert." Für Aicher ist es das zweite Silber in Cortina.
Bild: IPA Sport/ABACAPRESS/IMAGO
Skispringer Philipp Raimund - Gold trotz Höhenangst
Er hat noch nie ein Einzel-Weltcupspringen gewonnen. Doch bei den Olympischen Winterspielen springt er plötzlich am weitesten von allen. Philipp Raimund triumphiert sensationell auf der Normalschanze von Predazzo. Dabei hat der 25-Jährige eigentlich Höhenangst - bei einer Schanzenhöhe von 107 Metern und Sprungweiten von fast 110 Metern kein unwesentlicher Faktor. Dem Mentaltrainer sei Dank.
Bild: Andrzej Iwanczuk/NurPhoto/IMAGO
Max Langenhan rodelt mit steifem Nacken zu Gold
Wegen eines steifen Nackens ist sein Start lange fraglich. Doch dann stürzt sich Rodler Max Langenhan in den neu gebauten Eiskanal von Cortina und fährt in allen vier Läufen Bestzeit. "Am liebsten würde ich die Medaille in 1000 kleine Stückchen zerteilen", sagt der 26-Jährige und widmet sein Gold Uwe Lehmann, seinem ersten Trainer am Sportgymnasium: "Er ist beim Klettern viel zu früh verstorben."
Bild: Peter Kovalev/ITAR-TASS/IMAGO
Bronze für die Biathlon-Mixed-Staffel - trotz Strafrunde
Deutschlands Sportlerin des Jahres, Franziska Preuß (oben l.), muss als Schlussläuferin der Mixed-Staffel auf die Strafrunde, schafft es jedoch hinter Frankreich und Italien noch auf Platz drei und fällt Justus Strelow, Philipp Nawrath und Vanessa Voigt in die Arme: "Die drei vor mir haben einen grandiosen Job gemacht. Das hat uns gerettet. Mein Stehendschießen war nicht das Gelbe vom Ei."
Bild: Hendrik Schmidt/dpa/picture alliance
Emma Aicher ganz cool zu Silber in der Abfahrt
Die zwei Minuten der Stille vor dem Start seien die schönsten des ganzen Tages, sagt die Olympia-Zweite in der Ski-Abfahrt von Cortina. Nervosität kennt Emma Aicher offensichtlich nicht, die 22-Jährige hat einfach Spaß am Skifahren. Sie ist die einzige im Weltcup, die in allen vier Disziplinen - Abfahrt, Super-G, Riesenslalon und Slalom - startet. Geht da vielleicht noch mehr?