1. Zum Inhalt springen
  2. Zur Hauptnavigation springen
  3. Zu weiteren Angeboten der DW springen

Skispringen: Weg für Vierschanzentournee der Frauen ist frei

Stefan Nestler mit dpa, sid
25. November 2025

Von der Saison 2026/27 an soll es während der Vierschanzentournee der Männer an den vier Standorten auch einen entsprechenden Wettbewerb der Frauen geben. Skispringerin Katharina Schmid ist noch skeptisch.

Katharina Schmid springt bei der Two Nights Tour in Oberstdorf am Neujahrstag 2025
Katharina Schmid bei der Two Nights Tour in Oberstdorf am Neujahrstag 2025Bild: Hafner/Nordphoto/IMAGO

"Dafür haben wir uns sehr lang eingesetzt - schön, wenn das so kommt", sagte Katharina Schmid, Deutschlands aktuell beste Skispringerin. "Ich glaube es tatsächlich aber erst, wenn es so weit ist." Die Skepsis der siebenmaligen Goldmedaillen-Gewinnerin bei Weltmeisterschaften ist nachvollziehbar. Schmid, die vor ihrer Hochzeit im Jahr 2023 Althaus hieß, setzt sich seit Jahren dafür ein, dass es auch für Frauen eine Vierschanzentournee geben sollte. Bislang vergeblich. 

Innsbruck soll Flutlichtanlage erhalten

Nun aber soll die Zeit des Wartens vorbei sein. Anlässlich der 75. Ausgabe des prestigeträchtigen Männer-Wettbewerbs zur Jahreswende 2026/27 sollen erstmals auch die Frauen an den vier Tournee-Orten Oberstdorf, Garmisch-Partenkirchen, Innsbruck und Bischofshofen springen.

Möglich wird es, weil sich der Österreichische Skiverband und das Land Tirol darauf geeinigt haben, wie eine neue Flutlichtanlage im Bergisel-Stadion in Innsbruck finanziert wird. Eine solche Anlage fehlte bisher auf dieser Schanze, was als größtes Hindernis für die Integration der Frauenwettkämpfe galt. Nun erhalten die Organisatoren mehr zeitlichen Spielraum, weil sie auch in Innsbruck abends starten lassen können.

Bisher nur zwei Frauen-Springen während der Tournee

"Das sind fantastische Neuigkeiten und genau das Signal, auf das wir so lange gewartet haben", sagte Tournee-Präsident Manfred Schützenhofer. "Damit wird die 75. Vierschanzentournee in die Geschichte eingehen. Toll, dass nun auch dieses letzte Fragezeichen eliminiert wurde."

Etwas weniger euphorisch klang Horst Hüttel, Sportdirektor des Deutschen Skiverbands: "Ich hoffe sehr, dass zeitnah der Weltverband FIS, die nationalen Verbände und die vier Organisationskomitees zu einer gemeinsamen Vereinbarung kommen können."

Bislang hatte es nur an den beiden deutschen Standorten während der Vierschanzentournee der Männer Frauen-Wettbewerbe gegeben, bei der sogenannten "Two Nights Tour": in Garmisch-Partenkirchen an dem Tag, wenn die Springer in Oberstdorf in der Qualifikation starteten sowie in Oberstdorf am Tag der Männer-Qualifikation in Garmisch-Partenkirchen.

Den nächsten Abschnitt Mehr zum Thema überspringen
Den nächsten Abschnitt Top-Thema überspringen

Top-Thema

Den nächsten Abschnitt Weitere Themen überspringen