Wir sind mitten im Sommerloch - in der nachrichtenärmsten Zeit des Jahres. Und plötzlich tauchen sie wieder auf: exotische und gefährliche Tiere in heimischen Gewässern. Wir präsentieren: das Sommerlochtier 2016.
Sommerzeit ist Badezeit! Da zieht es uns Menschen scharenweise an den See. Aber der gehört uns nicht allein. Welche schaurigen Kreaturen hier zuhause sind - oder welchen es zumindest nachgesagt wird - sehen Sie hier.
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Sommerlochtier 2016
Eine Anakonda ist der erste richtige Anwärter für das Sommerlochtier 2016. Raten Sie mal, wo sie ihr Unwesen treibt? Richtig - wieder in Bayern. Derzeit wird nach der Killerschlange aus dem Moorsee gesucht.
...taucht immer mal wieder in den deutschen Medien auf. Ein allzeit beliebtes Sommerlochtier, dessen Gruselgeschichten vermutlich 2002 mit Eugen (hier ein besonders schöner Schnappschuss) begannen. Denn mit ihm wurde tatsächlich eine ganz schön große - und bissige - Geierschildkröte in Dornach nahe München gefangen. Seitdem kursieren regelmäßig Schauergeschichten über schnappende Schildkröten.
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Ein kleiner Kaiman
Genauso wenig wie bissige Schildkröten sind Kaimane in unseren Gewässern zuhause - es sei denn, sie büxen beim Spazierengehen aus. So ist "Sammy" 1994 bekannt geworden. Fünf Tage lang wurde am Baggersee nach ihm gesucht - mit Erfolg. Danach wurde das Reptil umgesiedelt, auf die Alligator-Action-Farm in Friedberg-Ockstadt.
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Wels gegen ...
Zugegeben, dieser Angler hier hatte einen ungewöhnlich großen Fisch an der Angel. Um genau zu sein, einen 117 Kilogramm schweren und 2,50 Meter langen Wels. Gefangen - und übrigens auch wieder freigelassen - in einem Nebenfluss des Po. Aber Welse leben auch hier in unseren Gewässern - genauso wie Karpfen, Forellen und Aale.
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... Killerwels
Wenn wir schon bei großen Welsen sind, dürfen wir auch "Kuno" nicht vergessen. Ihm wurde unterstellt, 2001 im Volksgarten-Weiher in Mönchengladbach einen Dackelwelpen verschlungen zu haben. Zwei Jahre später trieb ein 1,5 Meter langer und über 30 Kilo schwerer Wels tot im Weiher. Auch wenn sich der vermeintliche Hundebesitzer nie meldete, wurde dieser Wels zu Kuno, dem Killerwels, erklärt.
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Umgängliche Ringelnatter
Eine Schlange im Wasser mag dem einen oder anderen einen Schrecken einjagen. Allerdings ist die Ringelnatter von der harmlosen Sorte - und in Deutschland sogar geschützt. Vermutlich wird die Natter von sich aus das Weite suchen, sobald sie auf einen Menschen trifft. Und wenn nicht, dann sollten wir sie von dannen ziehen lassen und sie nicht belästigen oder gar fangen.
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Verwechslungsgefahr: Blutegel ...
Das dürfte die meisten von uns freuen: Blutegel gibt es in freier Wildbahn gar nicht mehr so häufig. Denn durch den vermehrten Einsatz medizinischer Blutegel in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts ist die Zahl der wildlebenden Egel enorm gesunken. Außerdem tummeln sich Blutegel meist in schlammigen Gewässern - also nicht in unseren favorisierten Badeorten.
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.... und Pferdeegel
Leicht mit Blutegeln zu verwechseln sind die Pferdeegel, die öfters in Badeseen anzutreffen sind. Aber keine Sorge - denn den kleinen Kriechern fehlt das nötige Beißwerkzeug, um sich festzubeißen und Blut zu saugen. Sie ernähren sich von Insektenlarven, Würmern und Fischbrut.
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Na endlich, da ist es - unser Sommerlochtier 2016. Dabei handelt es sich in diesem Jahr weder um eine Schnappschildkröte noch um einen Alligator. Diesmal ist es eine richtige Schlange - eine 1,50 Meter lange Anakonda.
Fischer und Jäger wollen die Schlange erstmals vor zwei Wochen am Siferlinger See im bayrischen Söchtenau gesichtet haben. Nachdem nun mehrere Menschen ebenfalls davon berichteten, erließ die Gemeinde dort ein Badeverbot. Derzeit wird nach der Schlange gesucht, "was sich aber vor allem deshalb schwierig gestaltet, weil der See in einem Moorgebiet liegt", so Bürgermeister Sebastian Forstner.
Gefährlich soll die Schlange aber nicht sein. "Anakondas sind keine aggressiven Tiere", versichert Patrick Boncourt von der Auffangstation für Reptilien in München.
Eher flüchtet das Tier bei Bedrohung als dass es einen Menschen angreift. Würde es wider aller Wahrscheinlichkeit doch zu einem Angriff kommen, könne ein Mensch Tiere dieser Größe problemlos abwehren, betont Boncourt.
Sommerzeit, Badezeit, Sommerlochtiere
Phantomtiere, die im Sommer auftauchen und nie gefunden werden, scheinen sich verdächtig oft in Badeseen zu verstecken. In unserer Bildergalerie zeigen wir Ihnen, was dort wirklich kreucht und fleucht - und wer vermutlich nur ein Produkt der nachrichtenärmsten Zeit des Jahres ist.