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PolitikIran

Sorge um iranische Friedensnobelpreisträgerin Mohammadi

Veröffentlicht 2. Mai 2026Zuletzt aktualisiert 2. Mai 2026

Der Gesundheitszustand der iranischen Friedensnobelpreisträgerin Narges Mohammadi hat sich weiter verschlechtert. Die 54-Jährige liegt mit Herzproblemen in einer Klinik. Erst kürzlich war von einem Herzinfarkt die Rede.

Iran Teheran 2024 | Narges Mohammadi, Nobelpreisträgerin für Frauenrechte
Menschenrechtsaktivistin und Nobelpreisträgerin Narges Mohammadi (Archivbild)Bild: Nooshin Jafari/Middle East Images/picture alliance

Die inhaftierte iranische Friedensnobelpreisträgerin Narges Mohammadi ist wegen akuter Herzprobleme in ein Krankenhaus eingeliefert worden. Nach Angaben ihres Anwalts Mostafa Nili leidet sie seit längerem an Herzrhythmusstörungen, am Freitag sei sie jedoch plötzlich zusammengebrochen. Mohammadis Unterstützer sprachen von einer "katastrophalen Verschlechterung" ihres Gesundheitszustands.

"Sie hatte starke Schmerzen im Brustbereich und ihr Zustand hat sich dann kritisch verschlechtert", schrieb Nili auf X. Die 54‑Jährige sei daraufhin in eine Klinik in der Stadt Sandschan im Nordwesten des Irans gebracht worden.

Angesichts der Schwere ihrer Erkrankung benötige sie jedoch medizinische Betreuung durch ihre eigenen Fachärzte, so ihr Anwalt. Er berichtete auch von neurologischen Problemen Mohammadis, die behandelt werden müssten.

Einsatz gegen Unterdrückung und Todesstrafe

Bereits im vergangenen Monat hatte ihr Bruder Hamid-Reza Mohammadi den besorgniserregenden Gesundheitszustand seiner Schwester beklagt. Sie sei nach einem Herzinfarkt Ende März stark geschwächt und habe deutlich an Gewicht verloren. Die Familie äußerte daraufhin große Sorgen, insbesondere, da die medizinische Versorgung im Gefängnis unzureichend sei.

Weil Mohammadi im Iran inhaftiert war, nahmen ihre Kinder Kiana und Ali Rahmani 2023 in Oslo den Friedensnobelpreis entgegenBild: Varfjell/NTB/dpa/picture alliance

Mohammadi, die 2023 für ihren Einsatz gegen die Unterdrückung von Frauen und gegen die Todesstrafe in Iran mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurde, ist im Zentralgefängnis von Sandschan inhaftiert. Anfang Februar wurde sie laut ihrem Anwalt erneut zu mehreren Jahren Haft verurteilt. Zudem gilt für sie ein zweijähriges Ausreiseverbot.

Der Vorsitzende des Friedensnobelpreiskomitees, Jørgen Watne Frydnes, appellierte eindringlich an die iranischen Behörden, Mohammadi umgehend in die Obhut ihrer behandelnden Fachärzte zu geben. Ihr Leben sei in Gefahr, sagte er unter Berufung auf die Familie der Inhaftierten.

gri/pg (dpa, afp, rtr)

Redaktionsschluss 17.40 Uhr (MESZ) - dieser Artikel wird nicht weiter aktualisiert.

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