Spanien rutscht ab
23. April 2012
Die spanische Zentralbank betonte zwar, dass es sich bei ihren Zahlen für das erste Quartal 2012 lediglich um eine Schätzung handele. Doch ihre Tendenz sei unmissverständlich: Spaniens Wirtschaft schrumpft. Nach einem Rückgang von 0,3 Prozent im vierten Quartal 2011 und einem Minus 0,4 Prozent im ersten Quartal 2012 steckt das Land in einer Rezession.
Die Regierung in Madrid hatte zuvor in einer Schätzung sogar ein Minus von 1,7 Prozent vorhergesagt. Ministerpräsident Rajoy hatte seine Landsleute auf dieser Grundlage auf eine rigorose Sparpolitik eingeschworen.
Die Arbeitslosenzahlen werden steigen
Die Zentralbank hält einen Einbruch der Binnennachfrage für den entscheidenden Faktor bei der wirtschaftlichen Entwicklung. Zwar steige die Nachfrage nach spanischen Produkten im Ausland durchaus an, doch könne das den sinkenden Absatz in Spanien selbst nicht ausgleichen. Dabei bleibt die Arbeitslosigkeit weiterhin auf hohem Niveau: Die offizielle Erwerbslosenquote liegt derzeit bei knapp 23 Prozent. Noch, denn die Zentralbank erwartet keine Entspannung am Arbeitsmarkt.
dk/ (dapd/dpa)