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Spanien will Banken sanieren

11. Mai 2012

Mit einer Bankenreform will Spanien das Vertrauen der Finanzwelt in seine Geldhäuser zurückgewinnen. Gerade wurde die viertgrößte Bank des Landes teilverstaatlicht.

Bankia - die viertgrößte Bank Spaniens (Foto: AP/dapd)
Bankia - die viertgrößte Bank SpaniensBild: dapd

Die spanischen Banken sollen die faulen Kredite und Risikopapiere aus ihren Bilanzen entfernen. Mit diesem Ziel hat die Madrider Regierung eine Bankenreform verabschiedet. Der Bankensektor leidet immer noch unter der 2008 geplatzten Immobilienblase.

Teil der Reform ist eine unabhängige Überprüfung der gesamten Immobilien-Bestände der Branche. Zudem sollen sich die Banken größere Reserven zur Absicherung der Kredite zurücklegen. Die geplante Reform beinhalte zwar grundsätzlich nicht die Bereitstellung staatlicher Mittel, erklärte die Regierung. Sie erwäge jedoch, den Banken Darlehen zur Verfügung zu stellen. Bisher hat Madrid bereits 18 Milliarden Euro in die Sanierung des Bankensektors gesteckt.

Die Bad Banks sollen es richten

Um mit einer sauberen Bilanz weiterzuarbeiten, sind alle Geldinstitute verpflichtet, Zweckgesellschaften einzurichten. Diese sogenannten Bad Banks werden dann über zehn bis 15 Jahre hinweg die faulen Kredite verkaufen oder abwickeln. Allerdings muss irgendjemand die Haftung für die Altlasten übernehmen - und das sind wahrscheinlich die spanischen Steuerzahler.

Die spanische Regierung übernahm erst am Mittwoch in einer Nacht- und Nebel-Aktion die Kontrolle über das Geldhaus Bankia, das vor zwei Jahren auf staatlichen Druck aus der Fusion schwächelnder Sparkassen entstanden ist.

zdh/hp (rtr, dpa)

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