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PolitikGlobal

News kompakt: G7 geben Rohöl- und Diesel-Reserven frei

3. Oktober 2026

Bis zu 100 Millionen Fass Diesel und Rohöl wollen die G7-Staaten aus ihren Vorräten freigeben. In Bremen finden die Feiern zum Tag der Deutschen Einheit statt. Der DW-Nachrichtenüberblick.

Deutschland Berlin 2022 | Treibstofftanks im Berliner Westhafen
Werden die Spritpreise durch die teilweise Freigabe der Treibstoffreserven dauerhaft sinken? Unter Experten ist das strittig (Archivbild)Bild: Michael Sohn/AP Photo/picture alliance

Die G7-Staaten haben sich auf die Freigabe von bis zu 100 Millionen Fass Diesel und Rohöl geeinigt. Damit sollen die angespannten Energiemärkte entlastet werden. Die Freigabe über die Internationale Energieagentur (IEA) soll unverzüglich anlaufen ⁠und über ⁠einen Zeitraum von vier Monaten erfolgen, wie die G7 mitteilten. US-Präsident Donald Trump hatte die europäischen Partner zur Freigabe von Reserven gedrängt, um die Verbraucherpreise zu senken.

Zur G7-Gruppe gehören Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, die USA, Kanada und Japan. Die Treibstoffpreise waren in den vergangenen Wochen infolge des Iran-Kriegs erneut deutlich gestiegen. Dies erhöhte den Druck auf Trumps Republikaner, die sich einen Monat vor den Zwischenwahlen zum US-Kongress im Umfragetief befinden.

Festakt mit Steinmeier und Merz zum Tag der Deutschen Einheit

Mit einem Festakt wird an diesem Samstag in Bremen der Tag der Deutschen Einheit gefeiert. Als Gäste werden in dem norddeutschen Stadtstaat unter anderen Bundeskanzler Friedrich Merz und Bundestagspräsidentin Julia Klöckner erwartet. Die Festrede hält Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Die Feiern zum Tag der Deutschen Einheit werden jedes Jahr von dem Bundesland ausgerichtet, das den Vorsitz im Bundesrat innehat. Bereits am Abend eröffnete der Bremer Bürgermeister Andreas Bovenschulte ein Bürgerfest.

Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte (l.) empfängt Kanzler Friedrich Merz (M.) und Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (am Donnerstag)Bild: Sina Schuldt/dpa/picture alliance

Bis zum Sonntag gibt es in der Innenstadt und an der Weser Musik, Theater und Diskussionsrunden auf mehr als hundert Bühnen. Der Tag der Deutschen Einheit wird in diesem Jahr zum 36. Mal begangen. Erinnert wird an die deutsche Wiedervereinigung, die mit dem Beitritt der DDR zur Bundesrepublik Deutschland am 3. Oktober 1990 vollzogen wurde.

Tausende Minderjährige bei Schülerprotesten festgenommen

Bei den Protesten der Schüler in Frankreich sind seit Montag mehr als 5000 Menschen in Polizeigewahrsam genommen worden. Das bestätigte Innenminister Laurent Nuñez. Rund 85 Prozent der Festgenommenen seien minderjährig, die meisten von ihnen Schülerinnen und Schüler. Nach Angaben des Ministers waren am Freitag mehr als 730 Schulen von Protestaktionen betroffen, am Vortag waren es noch 30 Prozent mehr gewesen.

Schüler-Proteste in Lille (am Donnerstag)Bild: Jean-Francois Badias/AP Photo/dpa/picture alliance

Nuñez erklärte, die Sicherheitskräfte griffen bei Ausschreitungen und Gewalttaten systematisch ein. Das Ausmaß der Proteste bezeichnete er als überraschend. Der Innenminister führte das auf soziale Netzwerke und den Einfluss der linken Partei La France Insoumise (LFI) zurück. Frankreichs Bildungsminister Édouard Geffray appellierte an die Eltern, ihre Kinder von Ausschreitungen abzuhalten. In den vergangenen Tagen waren mehrere Lehrer und Sicherheitskräfte brutal attackiert worden.

USA schließen Botschaft in Brasilien aus Sicherheitsgründen

Zwei Tage vor der Präsidentenwahl in Brasilien haben die Vereinigten Staaten ihre Konsulardienste in dem südamerikanischen Land aus Sicherheitsgründen vorerst ausgesetzt. US-Bürger wurden aufgefordert, die diplomatischen Einrichtungen auch bei dringenden Anliegen nicht aufzusuchen. Auch die australische Botschaft in der Hauptstadt Brasília blieb am Freitag aus Sicherheitsgründen geschlossen.

Der amtierende brasilianische Präsident Luiz Inacio Lula da Silva (l.) und sein Herausforderer Flávio Bolsonaro (r.)Bild: Daniel Ramalho/Pablo Porciuncula/AFP

Am Sonntag findet in dem größten Land Lateinamerikas die Präsidentenwahl statt. Die Behörden sprechen von einer polarisierten Atmosphäre. Jüngste Umfragen in Brasilien sehen den linken Amtsinhaber Luiz Inácio Lula da Silva und den rechten Senator Flávio Bolsonaro - Sohn des früheren Präsidenten Jair Bolsonaro- nahezu gleichauf und deutlich vor den übrigen Bewerbern. Eine Stichwahl gilt als wahrscheinlich.

Pläne gegen Wohnungsnot in Spanien scheitern im Parlament

Das spanische Parlament hat die Pläne der Regierung von Ministerpräsident Pedro Sánchez zur Bekämpfung der Wohnungsnot abgelehnt. Die Mehrheit der Abgeordneten verweigerte den beiden von Sánchez' Kabinett auf den Weg gebrachten Dekreten die Zustimmung. Das Maßnahmenpaket der Regierung sah unter anderem einen Aufschub von Zwangsräumungen bis 2030 und die automatische Entfristung von Mietverträgen vor.

Spaniens Premier Pedro Sánchez scheiterte im Parlament mit seinen Plänen zur Reform des Wohnungsmarktes (am Freitag)Bild: Eduardo Parra/Europa Press/AP Photo/picture alliance

Bei Teilnehmern der seit Tagen andauernden Proteste gegen fehlende Wohnungen und zu hohe Mieten löste die Entscheidung des Parlaments Empörung aus. Die Opposition forderte Neuwahlen. Die landesweiten Proteste hatten sich an der Zwangsräumung bei einer 87 Jahre alten Frau entzündet. Die Rentnerin, die 70 Jahre lang in ihrer Wohnung in Madrid gelebt hatte, musste das Haus auf einer Trage verlassen, nachdem ein Investor ihre Miete drastisch erhöht hatte. Inzwischen ist klar, dass die Seniorin in ihre Wohnung zurückkehren darf.

Medienbericht: Flydubai-Co-Pilot galt als Sicherheitsrisiko

Der Co-Pilot, der den Kapitän des Flydubai-Flugs nach Tel Aviv schwer verletzt haben soll, ist US-Medien zufolge schon vor Jahren in das Visier von Ermittlern geraten. ABC News berichtet, dass der Mann von seinem früheren Arbeitgeber Oman Air suspendiert worden sei, nachdem er als Sicherheitsrisiko eingestuft worden sei. Nach Informationen des US-Senders war bei dem mutmaßlichen Angreifer aus dem Oman extremistisches Material festgestellt worden, als er 2024 in der Piloten-Ausbildung bei der Fluggesellschaft war.

Der Kapitän des Flydubai-Fluges FZ 1073, Smit Machchhar, wird in seinem Herkunftsland Indien und in Israel als Held gefeiert (Archivbild)Bild: Israel's Foreign Ministry/AFP

Der Flug der emiratischen Airline Flydubai war am Mittwoch von Dubai nach Tel Aviv angesetzt, als es zu einem mutmaßlichen Angriff des Co-Piloten auf seinen Kollegen kam. Dieser schaffte es trotz schwerer Verletzungen, die Cockpit-Tür zu öffnen. Passagiere konnten den Angreifer überwältigen. Der verletzte indische Flugkapitän Smit Machchhar wird in Israel und Indien als Held gefeiert.

haz/gri/AR (dpa, afp, rtr)

Dieser Artikel wurde um 9.15 Uhr (MESZ) erstellt und wird nicht weiter aktualisiert.

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