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PolitikSpanien

Aktionsplan soll Sicherheit auf Spaniens Schienen stärken

10. Februar 2026

Die spanische Regierung zieht Konsequenzen aus den Zugunglücken im Januar. Die Gewerkschaften, die mit einem Streik Druck gemacht hatten, zeigen sich zufrieden.

Spanien Madrid | Hochgeschwindigkeitszüge im Bahnhof Chamartín
Hochgeschwindigkeitszüge im Madrider Bahnhof ChamartínBild: Jan Woitas/dpa/picture alliance

Nach den schweren Zugunglücken in Spanien im vergangenen Monat haben sich Regierung und Gewerkschaften auf einen umfangreichen Aktionsplan zur Verbesserung der Sicherheit auf den Schienen geeinigt. Vereinbart worden seien insgesamt 25 Punkte, darunter eine 50-prozentige Erhöhung der "Investitionen in die Instandhaltung der Infrastruktur" sowie "das notwendige Personal für deren Umsetzung", teilte die Lokführergewerkschaft SEMAF (Sindicato Español de Maquinistas Ferroviarios) mit. 

Die spanische Regierung verpflichtet sich nach Angaben des Verkehrsministeriums, 1,8 Milliarden Euro in die Instandhaltung der Infrastruktur zu investieren und in diesem Zusammenhang 3650 neue Arbeitsplätze zu schaffen. Die Einigung sei "ein wichtiger Schritt zur Verbesserung des Bahnnetzes und zur Sicherung seiner zukünftigen Wettbewerbsfähigkeit", erklärte Verkehrsminister Óscar Puente nach einem Treffen mit Gewerkschaftsvertretern. 

Chef des spanischen Ministeriums für Verkehr und nachhaltige Mobilität: Óscar Puente Bild: Alberto Ortega/Europa Press/IMAGO

Um mehr Investitionen in Infrastruktur, Sicherheit und Personal zu erzwingen, waren die Lokführer in Spanien am Montagmorgen in einen Streik getreten. Dies führte zu erheblichen Beeinträchtigungen im Bahnverkehr.

Eigentlich sollte der Arbeitskampf bis Mittwoch dauern. Nach der Einigung mit der Regierung auf den Aktionsplan riefen mehrere Gewerkschaften allerdings zum vorzeitigen Ende des Streiks auf.

Unglücke in Andalusien und Katalonien

Am 18. Januar war auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Madrid und Sevilla ein Zug des privaten Unternehmens Iryo im andalusischen Adamuz entgleist und mit einem entgegenkommenden Zug der Staatsbahn Renfe kollidiert, der ebenfalls entgleiste. 46 Menschen kamen ums Leben, mehr als 120 Insassen wurden verletzt.

Als wahrscheinliche Ursache des Unglücks wird der Bruch einer Schiene vermutet. Bis zu einem abschließenden offiziellen Untersuchungsergebnis könnten noch Wochen vergehen.

Bergungsarbeiten nach dem schwerem Zugunglück vom 18. JanuarBild: Burak Akbulut/Anadolu/picture alliance

Nur zwei Tage später krachte ein Nahverkehrszug bei Barcelona in die Trümmer einer Stützmauer, die auf die Schienen gestürzt war. Dabei kam der Zugführer zu Tode, Dutzende Passagiere erlitten Verletzungen.

wa/pgr (afp, efe, dpa)

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