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Katastrophe

Stimmrekorder nach Lion-Air-Absturz entdeckt

14. Januar 2019

Nur elf Minuten nach dem Start endete Flug JT 610 in der Katastrophe. Die Suche nach der Unglücksursache kommt voran. Spezialisten prüfen, ob die Piloten auf fehlerhafte Signale korrekt reagierten.

Indonesien - Blackbox des Lion Air Flug 610
Experten präsentieren den Stimmenrekorder des FlugzeugsBild: Getty Images/AFP/A. Ipank

Zweieinhalb Monate nach dem Absturz einer Boeing 737 der indonesischen Fluggesellschaft Lion Air ist auch die zweite Blackbox aus dem Meer geholt worden. Die Marine teilte mit, nahe der Unglücksstelle vor der Küste West-Javas hätten Taucher den Stimmenrekorder entdeckt, der alle Gespräche im Cockpit aufzeichnet. Er sei unter dickem Schlamm in 30 Metern Tiefe verborgen gewesen.

Bereits wenige Tage nach dem Absturz der Passagiermaschine war der Flugdatenschreiber gefunden worden. Beide Blackboxes sind für die Ermittlung der Unglücksursache von zentraler Bedeutung.

Gravierende technische Mängel

Ein vorläufiger Untersuchungsbericht der indonesischen Behörden ergab im November, dass das Flugzeug wegen gravierender technischer Mängel nicht hätte starten dürfen. Die Maschine hatte Probleme mit der Geschwindigkeitsanzeige und den sogenannten AOA-Sensoren. Diese liefern Daten dazu, in welchem Winkel der Wind über die Flügel streicht und wie viel Auftrieb ein Jet erhält. Ermittler prüfen nun, ob die Piloten richtig reagierten, als vermutlich falsche Sensorangaben ein Hilfssystem aktivierten, das den Bug der Boeing 737 immer wieder nach unten drückte.

Lion-Air-Flug JT 610 endete im Oktober nach nur elf Minuten: Die Maschine, die in der indonesischen Hauptstadt Jakarta gestartet war, stürzte ins Meer und zerbrach bei dem Aufprall. Alle 189 Insassen kamen ums Leben.

jj/ww (dpa, afp)

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