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Streik am Himmel über Berlin

Dirk Kaufmann2. März 2012

Kaum arbeiten am Frankfurter Flughafen die Vorfeldangestellten wieder, muss an anderen Airports mit Beeinträchtigungen gerechnet werden: Jetzt werden die Berliner Flughäfen bestreikt.

Hessen/ Ein Schild warnt am Montag (27.02.12) waehrend eines Streiks der Vorfeldbeschaeftigten auf dem Vorfeld des von der Fraport AG betriebenen Flughafens in Frankfurt am Main vor rollenden Flugzeugen. Nach dem Abbruch der Tarifgespraeche wollen die Beschaeftigten auf dem Vorfeld des Frankfurter Flughafens nach einem Aufruf der Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) bis Donnerstag (01.03.12) ihre Arbeit niederlegen. (zu dapd-Text) Foto: Mario Vedder/dapd
Bild: dapd

Am Freitagmorgen um 06:00 Uhr legten etwa 200 Angestellte des Unternehmens GlobeGround ihre Arbeit am Berliner Flughafen Tegel nieder. Sie waren einem Aufruf zum Warnstreik der Gewerkschaft Verdi gefolgt. Ein Streikleiter begründete die "sehr kurzfristige" Ansetzung des Ausstandes damit, dass der Arbeitgeber Streikbrecher eingesetzt habe.

Um 18:30 Uhr legten auf dem  Flughafen Berlin-Schönefeld weitere Angestellte des Bodenpersonals ihre Arbeit nieder. Auch sie befinden sich mit dem Arbeitgeber GlobeGround im Arbeitskampf. Allein in Berlin-Tegel waren wegen des dreieinhalbstündigen Warnstreiks zahlreiche Flüge deutlich verspätet abgefertigt worden. 30 Flüge hatten ganz ausfallen müssen.

Mit einem blauen Auge davongekommen

Die Angestellten protestierten gegen die Absicht ihres Arbeitgebers, das Einkommensniveau seiner Angestellten herabzusetzen. Verdi verlangt im Gegenzug eine Einkommenssteigerung von vier Prozent. Die meisten Angestellten beim Bodenpersonal sind nach Angaben der Gewerkschaft Geringverdiener mit einem Einstiegsgehalt von rund 1.500 Euro. Das Dienstleistungsunternehmen GlobeGround beschäftigt rund 1.500 Menschen, die an den Flughäfen von Tegel und Schönefeld für die Passagier- und Gepäckabfertigung zuständig sind.

Nach dem dreieinhalbstündigen Streik vom Morgen am Flughafen Tegel zeigten sich beide Parteien zufrieden. Der Flughafenbetreiber war erleichtert, weil er in den Worten ihres Sprechers Erichsen "mit einem blauen Auge davongekommen" ist. Die Gewerkschaft war auf der anderen Seite mit der Streikbeteiligung "hoch zufrieden".

dk/sti (dpa, afp, dapd)