Streik bei Iberia
18. Februar 2013
Das Boden- und Kabinenpersonal der spanischen Fluggesellschaft Iberia ist in einen auf insgesamt 15 Tage angesetzten Streik getreten. Die Arbeit soll über einen Gesamtzeitraum von drei Wochen in den Tagen vom 18. bis 22. Februar, vom 4. bis 8. und vom 18. bis 22. März niedergelegt werden und insgesamt zur Streichung von bis zu 1200 Flügen führen.
Allein an diesem Montag sollen 236 Flüge nach Angaben der Fluggesellschaft gecancelt werden. Man habe allerdings für die meisten der betroffenen 70.000 Passagiere Plätze in anderen Fliegern gefunden. Der Streik der spanischen Fluggesellschaft Iberia ist am ersten Tag in Gewalt umgeschlagen. In Madrid setzten Polizisten am Montag Schlagstöcke gegen Streikende ein, die in das Gebäude des größten Flughafen des Landes in Madrid gelangen wollten. Einige wurden mit Gewalt aus dem Terminal geschmissen. Mindestens fünf Streikende wurden verhaftet.
Wirtschaftliche Schwierigkeiten
Hintergrund sind Kürzungen beim Gehalt der Mitarbeiter sowie der geplante Abbau von 3800 Stellen. Iberia begründet diese Maßnahmen mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Insgesamt gibt es bei dem Unternehmen 20.000 Arbeitsplätze. Iberia fusionierte 2011 mit der profitablen British Airways zur International Airlines Group.
Eine Anordnung der spanischen Regierung sorgt dafür, dass mindestens 90 Prozent der Langstreckenflüge, 61 Prozent der mittleren Strecken und 46 Prozent der heimischen Flüge durchgeführt werden müssen. Die Gewerkschaften vertreten bis auf die Piloten das gesamte Personal der Iberia.
ul/uh (ap, dpa, rtr)