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Super Bowl: Seattle gewinnt - Bad Bunny mit Liebesbotschaft

9. Februar 2026

Die Seattle Seahawks nehmen im Finale der NFL erfolgreich Revanche an den New England Patriots. Während das Spiel lange Zeit ohne große Highlights auskommt, setzt die Halbzeitshow ein Ausrufezeichen.

Seahawks-Spieler feiern nach Sieg im Super Bowl mit der Trophäe
Die Seatlle Seahawks freuen sich über ihren zweiten Erfolg im Super Bowl nach 2014Bild: Carlos Barria/REUTERS

In einem einseitigen Finale haben die favorisierten Seattle Seahawks zum zweiten Mal den Super Bowl gewonnen. Seattle setzte sich mit 29:13 (9:0) gegen die New England Patriots durch, die erstmals seit der Ära Tom Brady wieder im großen NFL-Finale standen.

Beide Teams gehören zu den besten Defensivmannschaften der National Football League (NFL) und verteidigten vor allem in der ersten Halbzeit so gut, dass es nur wenige Punkte gab. Keine der beiden Mannschaften schaffte es zum Touchdown in die gegnerische Endzone. Stattdessen wurde der 60. Super Bowl zum "Field-Goal-Festival". Seattles Kicker Jason Myers stellte einen neuen Rekord von fünf verwandelten Versuchen auf.

Erst in der zweiten Halbzeit gelang Seattle der erste Touchdown, der fast umgehend mit einem Touchdown von den Patriots gekontert wurde. Allerdings hatten die Seahawks da bereits einen relativ beruhigenden Vorsprung, und richtig eng wurde es bis zum Schluss nicht mehr.

Bad Bunnys Halftime Show sendet Liebesbotschaft

Mit Spannung war dagegen die Halbzeitshow des Latino-Sängers Bad Bunny erwartet worden. Der aus Puerto Rico stammende Künstler hatte sich bei der Verleihung der Grammy Awards vor einer Woche kritisch über die von US-Präsident Donald Trump eingesetzten ICE-Agenten geäußert.

Sänger Bad Bunny verwandelte die Halbzeit-Show in eine Hommage an lateinamerikanische KulturBild: Mike Blake/REUTERS

Bad Bunny kritisiert seit Jahren Trumps Umgang mit Puerto Rico und die Einwanderungspolitik des US-Präsidenten, was die Grundlage eines seit 2017 anhaltenden Konflikts bildet. 

Als die NFL Bad Bunny für die Super-Bowl-Halbzeitshow 2026 auswählte, bezeichnete Trump diese Entscheidung als "lächerlich" und "schrecklich". Der Auftritt "sähe Hass", so Trump. Er kündigte daher an, dem Finale fernzubleiben. Nach dem Auftritt verschärfte Trump den Ton weiter und nannte die Show "absolut furchtbar" und "abstoßend".

Liebe ist stärker als Hass

Allerdings hatte der Latino-Superstar wie erwartet ein Zeichen gegen Hass und Spaltung und für Zusammenhalt gesetzt. Die Bühne verwandelte sich mit großem Umbauaufwand in eine Hommage an die lateinamerikanische Kultur mit Domino-spielenden Seniorinnen, Boxern, Zuckerrohrfeldern, sowie Nachbarschaftsszenen auf Straßen mit Barber Shop und Cafés.

"God bless America - all Americas", sagte Bad Bunny und zählte anschließend alle Länder Nord- und Südamerikas auf. Lady Gaga und Ricky Martin waren ebenfalls dabei. Auch andere Prominente wie Schauspielerin Jessica Alba und ihr Hollywood-Kollege Pedro Pascal übernahmen Statistenrollen. Am Ende war auf der Anzeigetafel zu lesen: "The only thing more powerful than hate is love".

Während der Halbzeit-Show kam es sogar zu einer Eheschließung. Ein Bräutigam kniete zunächst vor einer Braut und machte ihr einen Antrag, dann standen sie neben einem Geistlichen und schließlich küsste sich das Paar.

Wie die "New York Times" berichtete, war die Zeremonie auf dem Rasen des Stadions von Santa Clara echt. Das Brautpaar hatte Bad Bunny, bürgerlich Benito Antonio Martínez Ocasio, ursprünglich auf seine Hochzeit eingeladen. Der Sänger habe ihnen daraufhin angeboten, live in seiner Show zu heiraten.

Erfolgreiche Revanche für 2015

Für die Seahawks, die bereits 2014 triumphiert hatten, war es nicht nur der zweite gewonnene Super Bowl, sondern auch eine gelungene Revanche für die bittere Finalniederlage gegen die Patriots im Jahr 2015.

Damals fing New Englands Malcolm Butler 20 Sekunden vor dem Ende in der eigenen Endzone den Pass ab, der den Seahawks den Sieg gebracht hätte. Bis heute ist das die wohl legendärste Interception der NFL-Geschichte.

Damals waren die Patriots mit Quarterback Tom Brady das Nonplusultra der Liga. Sie gewannen 2002, 2004, 2005, 2015, 2017 und 2019. Mit einem siebten Titel wären sie alleiniger Rekord-Champion geworden, auch die Pittsburgh Steelers haben sechsmal gewonnen.

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