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TerrorismusSyrien

Syrien: Donald Trump kündigt Vergeltungsschlag gegen IS an

14. Dezember 2025

Nach dem tödlichen Anschlag auf Amerikaner in Syrien nimmt der US-Präsident die Terrormiliz "Islamischer Staat" ins Visier. Übergangsstaatschef Al-Scharaa macht er nicht dafür verantwortlich.

US-Präsident Donald Trump vor US-Flagge
Will sich am "Islamischen Staat" rächen: Donald TrumpBild: Samuel Corum/Pool via CNP/MediaPunch/picture alliance

US-Präsident Donald Trump hat der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) nach dem Tod von Amerikanern in Syrien Vergeltung geschworen. "Wir werden zurückschlagen", versicherte Trump. Es werde sehr harte Maßnahmen gegen den IS geben.

Bei dem Angriff nahe der antiken Stadt Palmyra waren am Samstag nach Angaben des Pentagons zwei US-Soldaten und ein Dolmetscher erschossen worden, mehrere Menschen erlitten Verletzungen. Die Mission der Soldaten habe darin bestanden, laufende Operationen gegen den IS und den Terrorismus in der Region zu unterstützen.

"IS-Angriff gegen die USA und Syrien"

Trump machte deutlich, dass er den syrischen Übergangspräsidenten Ahmed al-Scharaa nicht für den Anschlag verantwortlich macht. "Das war ein IS-Angriff gegen die USA und Syrien in einem sehr gefährlichen Teil Syriens." Al-Scharaa sei über diesen Angriff "äußerst wütend und bestürzt", wusste Trump zu berichten. Er hatte den Übergangspräsidenten erst im November im Weißen Haus empfangen und erklärt: "Wir wollen, dass Syrien ein sehr erfolgreiches Land wird. Und ich glaube, dieser Anführer kann das schaffen."

Der Angriff ereignete sich in der Nähe der antiken Stätten von Palmyra, die von IS-Kämpfern 2015 zerstört wurdenBild: Omar Haj Kadour/AFP

Die für die Region zuständige Kommandozentrale des US-Militärs (Centcom) sprach von einem Einzeltäter. Er sei getötet worden, meldete die staatliche syrische Nachrichtenagentur Sana.

"Der Angreifer gehörte seit über zehn Monaten der Abteilung allgemeine Sicherheit des Innenministeriums an", hieß es aus syrischen Sicherheitskreisen. Gegen den mutmaßlichen Täter lief nach Auskunft des Innenministeriums in Damaskus bereits ein Verfahren, das zu seinem Ausschluss aus den Sicherheitskräften führen sollte. Der Mann sei verdächtigt worden, "islamistischen Vorstellungen" anzuhängen.

Militärpräsenz der USA halbiert

Derzeit sind noch etwa 1000 US-Soldaten in Syrien stationiert. Ihre Zahl wurde seit dem Frühjahr 2025 halbiert. Begründet wurde dies mit Erfolgen im Kampf gegen den "Islamischen Staat".

Die Vereinigten Staaten führen in Syrien und im benachbarten Irak eine internationale Koalition zum Kampf gegen die Terrormiliz an. Der Einsatz begann, nachdem der IS 2014 große Gebiete in beiden Ländern überrannt hatte. Die Miliz gilt als militärisch besiegt, in beiden Ländern sind aber weiterhin Kämpfer aktiv, die auch Anschläge verüben.

wa/se (dpa, afp)

 

Redaktionsschluss: 17.40 Uhr (MEZ) - dieser Artikel wird nicht weiter aktualisiert.

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