Syrien verurteilt zwölf Oppositionelle
29. Oktober 2008
Heute sind zwölf prominente syrische Oppositionelle vor dem Obersten Strafgericht in Damaskus zu jeweils zweieinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Sie sind Mitglieder der "Damaszener Erklärung für demokratisch-nationale Veränderung", einer breit angelegten Plattform von Regimekritikern, die seit drei Jahren für Reformen kämpft. Die syrische Justiz wirft ihnen unter anderem vor, "das Nationalgefühl zu schwächen "falsche oder übertriebene Nachrichten zu verbreiten" und "gesellschaftliche Konflikte zu schüren". Menschenrechtsorganisationen im In- und Ausland betrachten die zwölf Verurteilten als politische Gefangene, die wegen ihrer Kritik am syrischen Regime vor Gericht kamen.
Segeln gegen die Blockade
Trotz der israelischen Blockade des Gazastreifens hat ein internationales Solidaritätsschiff der "Free Gaza" Bewegung am Mittwoch erneut im Hafen von Gaza-Stadt angelegt. Tausende Palästinenser standen schon Stunden vor der Ankunft des Schiffes mit den 27 internationalen Aktivisten an Bord am Hafen von Gaza-Stadt. Israel hatte zuvor angekündigt, man wolle die pro-palästinensischen Aktivisten,die Ende August schon einmal in den Gazastreifen gekommen waren, kein zweites Mal passieren lassen.
Finanzkrise stärkt Vertrauen in Islamic Banking
Das eigene Bankensystem der islamischen Welt, das sogenannte "Islamic Banking" beschreibt den Versuch, Bankgeschäfte in Übereinstimmung mit den religiösen Regeln des Islam und der Scharia zu gestalten. Kunden werden am Gewinn der Geschäfte, die die Bank macht, beteiligt und zahlen keine Zinsen. 350 Banken gibt es mittlerweile weltweit und in Dubai wurde sogar ein Studiengang eingerichtet. Da die internationale Finanzkrise auch vor dem Nahen Osten nicht Halt gemacht hat, stellt man sich jetzt die Frage: Hätte das Islamic Banking den Finanzengpass in der arabischen Welt verhindern können?
Redaktion: Diana Hodali