Syrien - Washingtons neuer Partner?
21. Januar 2010
Syrien
Unter George W. Bush war Syrien noch ein Schurkenstaat: Damaskus galt als stark verbandelt mit dem Iran, unterhielt enge Kontakte zur libanesischen Hisbollah und hat möglicherweise sogar versucht, ein eigenes Atomprogramm aufzulegen. Noch bis vor kurzem war in Washington klar, dass dieses Land zur Achse des Bösen gehört. Doch seit einem Jahr weht in den USA ein anderer Wind. Das Verhältnis zwischen Washington und Damaskus hat sich deutlich entspannt - vor allem, weil Syrien für Präsident Obama im Nahostkonflikt eine besonders wichtige Rolle spielt.
Israel
Rund 140 Hilfsorganisationen arbeiten zurzeit im Westjordanland. Von Israel geduldet, unterhalten sie dort Schulen und medizinische Einrichtungen, kümmern sich um traumatisierte Kinder oder verteilen Lebensmittel und Hilfsgüter. Doch einem Bericht der israelischen Tageszeitung "Haaretz" zufolge bekommen Mitarbeiter dieser Hilfsorganisationen seit einem halben Jahr keine israelischen Arbeitsvisa mehr ausgestellt. Offiziell will das Innenministerium einen möglichen "Visamissbrauch" verhindern. Tatsächlich könnten viele Hilfsorganisationen dadurch jedoch praktisch handlungsunfähig werden.
Korruption
Die Menschen in den arabischen Staaten verbindet vieles: die gemeinsame Sprache, die Gastfreundschaft gegenüber Fremden und die ausgeprägte Bereitschaft, sich in ihr Schicksal zu fügen - vor allem aber die Erfahrung, dass Korruption zum Alltag gehört. Ständig muss für die einfachsten Angelegenheiten extra gezahlt werden, kleinere oder größere Summen an der richtigen Stelle wirken Wunder; sogar dann, wenn man vorher ein Gesetz gebrochen hat. Diese Praxis zieht sich durch das ganze System, nach dem Motto "Bereichere sich wer kann". Je mächtiger man ist, desto einfacher geht das.
Redaktion: Thomas Latschan / Michaela Paul