1. Zum Inhalt springen
  2. Zur Hauptnavigation springen
  3. Zu weiteren Angeboten der DW springen
Katastrophe

Tödlicher Brand in Trickfilmstudio in Kyoto

18. Juli 2019

Das Studio in der alten japanischen Kaiserstadt hat einige der populärsten Anime-Serien des Landes produziert. Bei dem Feuer wurden 33 Menschen getötet. Die Brandursache scheint klar.

Japan Brand in Filmstudio
Bild: Getty Images/Jiji Press

Nach Behördenangaben stürmte ein Mann am frühen Donnerstag (Ortszeit) in das dreistöckige Gebäude des Trickfilmstudios Kyoto Animation, versprühte eine brennbare Flüssigkeit und zündete sie an. Die Feuerwehr erklärte, Anrufer hätten eine "laute Explosion" gemeldet. Das Feuer wütete heftig. 

Bild: picture-alliance/dpa/Kyodo

Zunächst war ein Todesopfer bestätigt worden. Nach Abschluss der Bergungsarbeiten geht die Feuerwehr inzwischen von 33 aus. 36 Menschen seien außerdem verletzt, zehn von ihnen befänden sich in Lebensgefahr. Wie der Sender NHK berichtet, wurde auch der 41-jährige mutmaßliche Täter verletzt in ein Krankenhaus eingeliefert. Seine Motive sind völlig unklar. 

Mehrere Menschen eingeschlossen

Die Feuerwehr war mit 35 Fahrzeugen im Einsatz, der Brand war erst nach rund drei Stunden gelöscht. Zahlreiche Menschen waren in dem brennenden Gebäude eingeschlossen, sagte ein Feuerwehrsprecher. Insgesamt sollen sich bis zu 70 Menschen in dem Gebäude befunden haben.

Die Rettungsarbeiten dauern zur Stunde noch anBild: picture-alliance/dpa/N. Masuda

Die 1981 gegründete Produktionsfirma Kyoto Animation hat vor allem in den 2000er Jahren einige beliebte TV-Zeichentrickserien wie "K-On!", "Free!" und "Suzumiya Haruhi no Yuutsu" produziert, die sich insbesondere an die jüngere Generation richten. Viele Fans in Japan haben Orte aufgesucht, die in den Filmen eine Rolle spielen.

hk/rb (dpa, afp, ap, rtr)