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Tödliches Krankenhaus-Bombardement im Jemen

15. August 2016

Erst am Samstag sorgte ein Luftangriff auf eine Schule für Entsetzen - jetzt wurde eine Klinik getroffen. Wieder sind viele Kinder und Frauen unter den Opfern. Die Bomben fielen genau auf die Notaufnahme.

Zerstörtes Krankenhaus (Foto: Reuters)
Nur noch eine Ruine: Die medizinische Einrichtung wurde völlig zerstörtBild: Reuters/Stringer

Tödlicher Luftangriff auf eine Klinik im Jemen

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Bei einem Luftangriff auf ein Krankenhaus im Jemen sind nach offiziellen Angaben mindestens 15 Menschen getötet und mehr als 25 verletzt worden. Das teilte der Gesundheitsdirektor Aiman Madkur der Provinz Hadscha der Deutschen Presse-Agentur mit. Bei der Klinik handele es sich um eine von der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen (MSF) unterstützte Einrichtung in Abs in der nördlichen Provinz.

Alle Opfer seien Zivilisten, darunter viele Frauen und Kinder. Der Luftangriff sei von der Militärallianz unter Führung Saudi-Arabiens ausgeführt worden, sagte Madkur. Die Region werde von den Huthi-Rebellen kontrolliert, gegen die das Bündnis militärisch vorgeht. Augenzeugen berichteten, bei dem Bombardement sei die Notaufnahme der Klinik getroffen worden. Rettungsteams seien im Einsatz. Die Zahl der Opfer könnte sich wegen der Schwerverletzten noch erhöhen.

Verschärfter Konflikt

Das saudisch geführte Militärbündnis unterstützt seit März vergangenen Jahres den international anerkannten jemenitischen Präsidenten Abed Rabbo Mansur Hadi mit Luftangriffen im Kampf gegen die Rebellen. Erst am Samstag waren beim Angriff auf eine Schule in der Nachbarprovinz Saada mindestens zehn Kinder getötet worden.

Der seit Anfang 2014 andauernde Konflikt im Jemen verschärft sich, seit die Friedensgespräche zwischen Hadis Regierung und den Rebellen am 6. August abgebrochen wurden. Allerdings will die Militärkoalition nach eigenen Angaben den Anfang August geschlossenen Flughafen in der Hauptstadt Sanaa wieder für Hilfslieferungen öffnen. Mehrere Organisationen hatten die Schließung kritisiert, weil dadurch das Leben von Millionen Menschen bedroht sei.

Der Jemen im Süden der Arabischen Halbinsel gehört zu den ärmsten Ländern der arabischen Welt. Vier Fünftel der gut 26 Millionen Einwohner sind auf humanitäre Hilfe angewiesen. Eine große Zahl von Menschen hat kein sauberes Trinkwasser und keine ausreichende medizinische Versorgung.

jj/fab (dpa, afp)

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