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KonflikteTaiwan

Taiwan entsendet nach chinesischem "Spezialeinsatz" Schiffe

7. Juni 2026

Wegen Streitigkeiten mit anderen Ländern über Seegrenzen nahe Taiwan war die chinesische Küstenwache zu einem Einsatz ausgerückt. Die Regierung in Taipeh misstraut Peking und will den Vorgang genau überwachen.

Taiwan 2025 | Taiwanische Küstenwache beobachtet chinesisches Küstenwachschiff: Mann beobachtet mit Fernglas etwas auf dem Meer
Taiwanische Küstenwache (Archivbild)Bild: Taiwan Coast Guard/AFP

Angesichts eines chinesischen "Sicherheitseinsatzes" in den Gewässern östlich von Taiwan hat die Küstenwache der demokratisch regierten Insel Schiffe in das betroffene Gebiet entsandt, wie die Nachrichtenagentur AFP berichtet. Der Schritt sei erfolgt, um angemessen auf eine Aktion Chinas zu reagieren, die gegen das Völkerrecht verstoße, erklärte demnach die taiwanische Küstenwache. Die chinesischen Schiffe würden "während des gesamten Vorgangs" überwacht. 

Insgesamt vier staatliche chinesische Schiffe seien in taiwanischen Gewässern gesichtet worden, hieß es weiter. Diese seien von der südostchinesischen Hafenstadt Xiamen aus in See gestochen. Daraufhin habe Taipeh mehr als fünf Schiffe entsandt, um "bei der Überwachung zu unterstützen". 

Chinesischen Staatsmedien zufolge holte das Verkehrsministerium in Peking die Küstenwache aus den Provinzen Fujian und Guangdong, um "einen Spezialeinsatz zur Durchsetzung der Seeverkehrsgesetze in den Gewässern östlich der Insel Taiwan auszuführen". Die Nachrichtenagentur Xinhua meldete, Pekings Manöver sei "eine notwendige Maßnahme gegen die einseitige Ankündigung Japans und der Philippinen, sie würden 'Verhandlungen zur Festlegung einer Seegrenze'" in der Nähe von Taiwan aufnehmen.

Hintergrund sind Gespräche zwischen Tokio und Manila über ihre Seegrenzen. Japan und die Philippinen hatten im vergangenen Monat angekündigt, formelle Gespräche "zur Festlegung der Seegrenze" einer gemeinsamen Wirtschaftszone aufzunehmen - was in Peking für Unmut sorgte. 

China nennt Gespräche über Seegrenze "illegal"

China betrachtet das demokratische und selbstverwaltete Taiwan als abtrünnige Provinz, die notfalls mit militärischen Mitteln wieder mit dem Festland vereint werden soll. Es bezeichnete die Gespräche zwischen Tokio und Manila als "illegal" und beansprucht die ausschließliche Kontrolle über die betroffenen Gewässer.

Die gemeinsamen Vorbehalte Manilas und Tokios gegenüber den maritimen Gebietsansprüchen Chinas haben in den vergangenen Jahren zu einer verstärkten Annäherung zwischen den beiden Ländern geführt. Die chinesisch-japanischen Beziehungen haben sich dagegen seit dem Amtsantritt von Japans neuer konservativer Regierungschefin Sanae Takaichi deutlich verschlechtert. 

gri/pgr (afp)

Redaktionsschluss 17.45 Uhr (MESZ). Dieser Artikel wird nicht weiter aktualisiert!

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