Thorsten Polleit: „Billiges Geld bremst das Wachstum“
19. September 2007Anzeige
Deutliche Kritik an der Zinssenkung der US-Notenbank hat Thorsten Polleit, Chefökonom der britischen Bank Barclays Capital (Deutschland), geübt. In einem Interview der Deutschen Welle sagte der Wirtschaftswissenschaftler: „Erst wird durch niedrige Zinsen und zu viel Geld die Krise provoziert, dann will man sie mit noch mehr Geld und noch mehr Krediten beenden. Billiges Geld ist aber keine Lösung.“ Dies würde langfristig neue Inflationsgefahren heraufbeschwören und das Wachstum bremsen.
Polleit geht von weiteren Zinssenkungen der US-Notenbank aus. Die Europäische Zentralbank sollte dieser Richtung nicht folgen. Polleit: „Hier besteht kein Handlungsbedarf.“
Bonn, 19. September 2007
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