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Politik

Tote bei Angriff auf Hotel in Mogadischu

11. Dezember 2019

Islamistische Extremisten haben ein Hotel mitten in der somalischen Hauptstadt Mogadischu angegriffen. Das "SYL" in der Nähe des Präsidentenpalastes war bereits mehrfach Ziel von Anschlägen.

Somalia Mogadischu Angriff auf SYL-Hotel
Bild: Reuters/F. Omar

Somalische Sicherheitskräfte haben einen Anschlag der Terrorgruppe Al-Shabaab auf ein Hotel in Mogadischu beendet. Vorausgegangen war ein stundenlanges Gefecht mit den Islamisten. Mindestens zehn Menschen wurden nach Regierungsangaben getötet. Darunter seien Sicherheitskräfte, Sicherheitsleute des Hotels und Zivilisten sowie fünf Angreifer. Mindestens zwölf Menschen seien zudem verletzt worden, hieß es.

Verübt wurde der Angriff auf das bei somalischen Regierungsmitgliedern und Militärs beliebte Hotel "SYL" laut Polizei von einem Kommando der extremistischen Al-Shabaab-Miliz. Die Miliz hatte noch während des Gefechts im Internet vage erklärt, sie führe eine Operation aus, die "wie geplant" verlaufe.

Ein Krankenwagen bringt Verletzte von dem Anschlagsort in ein KrankenhausBild: Reuters/F. Omar

Laut von der Nachrichtenagentur AFP befragten Augenzeugen waren die Angreifer in Polizei-Uniformen gekleidet. Sie konnten sich auf diese Weise dem Hotel nähern, ohne Verdacht zu erregen. Anschließend eröffneten sie das Feuer, wobei sie auch Granaten einsetzten. Sicherheitskräfte, die in unmittelbarer Nähe am Präsidentenpalast postiert waren, erwiderten daraufhin das Feuer.

Den Sicherheitskräften sei es gelungen, den "terroristischen Angriff" zu beenden, erklärte die Polizei einige Stunden später. Mehr als 80 Menschen, darunter Mitglieder der somalischen Regierung, seien aus dem Hotel gerettet worden.

Dritter Angriff seit 2016

Die Al-Shabaab-Miliz hatte das Hotel in der Vergangenheit bereits wiederholt angegriffen. Bei einem Autobombenanschlag auf das "SYL" im August 2016 waren 15 Menschen getötet worden. Bei einem weiteren Angriff im Februar desselben Jahres starben 14 Menschen.

Bild: Reuters/F. Omar

Al-Shabaab kämpft in dem Land am Horn von Afrika seit Jahren um die Vorherrschaft. Im August 2011 war die Miliz von Truppen der Afrikanischen Union (AU) aus Mogadischu vertrieben worden. Sie kontrolliert aber nach wie vor weite Gebiete des ostafrikanischen Landes und verübt auch immer wieder Anschläge in der Hauptstadt.

Die US-Streitkräfte unterstützen die Regierung im Kampf gegen die Gruppe mit Luftangriffen und bilden Soldaten aus. Zudem leistet eine Mission der AU weiterhin Unterstützung.

stu/AR (dpa, afp)

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