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Totti spuckt auf die EM

Wim Abbink18. Juni 2004

Nach der Sperre für den spuckenden Spielmacher Francesco Totti steht Italien im Spiel gegen Schweden mit dem Rücken zur Wand. Im zweiten Spiel der Gruppe C stehen sich die Underdogs Dänemark und Bulgarien gegenüber.

Italien schämt sich seinetwegen: Francesco TottiBild: AP

'Lama' Francesco Totti schockt Italien und fehlt der 'Squadra Azzurra' bei der Euro 2004 in Portugal auf Grund einer Sperre gleich in drei Spielen. Totti verbannt, Trainer Giovanni Trappatoni nach dem dürftigen 0:0 im Auftaktspiel gegen Dänemark unter Beschuss: Das Team ist verunsichert, der Vize-Europameister muss im Spiel gegen Schweden (18:45 Uhr UTC in Porto) improvisieren.

Respekt, aber keine Angst

Mit Alessandro Del Piero von Juventus Turin als Totti-Ersatz in der Spielmacherrolle, Marco di Vaio hinter Christian Vieri im Sturm und Milans Gennaro Gattuso im Mittelfeld will der 65-jährige Trappatoni das Ruder herum reißen. "Ein Aus nach den Gruppenspielen wäre eine Schande", meint Gattuso. Aber das es schwer werden könnte, ist auch Abwehrstar Alessandro Nesta bewusst: "Schweden ist noch stärker als Dänemark." Dennoch stellt Kapitän Fabio Cannavaro klar, dass Italien keine Angst habe.

Kaiserlicher Geheimtipp

Schwedens zweifacher Torschütze beim 5:0-Auftaktsieg gegen Bulgarien warnt jedoch ebenso wie Antreiber Fredrik Ljungberg vor schwedischer Überheblichkeit. "Die Italiener sind alle stark, das wird ein völlig andere Spiel", meint Ljungberg. Und Schwedens Trainer Lars Lagerbäck fordert: "Italiens Weltklassestürmer dürfen nicht so viel Raum bekommen wie die Bulgaren." Dennoch: Für "Kaiser" Franz Beckenbauer sind die Schweden in Portugal inzwischen ein "Geheimtipp".

Fredrik Ljungberg weiß: So leicht wie gegen Bulgarien wird's gegen Italien nichtBild: AP

Die voraussichtlichen Aufstellungen:
Italien:
Buffon - Panucci, Nesta, Cannavaro, Zambrotta - Pirlo, Zanetti - Gattuso, Del Piero, Cassano, Vieri
Schweden: Isaksson - Wilhelmsson, Mellberg, Jakobsson, Edman - Nilsson, Linderoth, Svensson, Ljungberg - Larsson, Ibrahimovic

Wo bleiben die Tore?

Die Dänen haben nach der couragierten Leistung im ersten Gruppenspiel gegen den dreimaligen Weltmeister gute Aussichten, zum vierten Male die Runde der letzten Acht zu erreichen. Allerdings müsste Dänemark, um das Tor zum Viertelfinale aufzustoßen, nach vier Endrunden-Spielen ohne Treffer gegen Bulgarien (16:00 Uhr UTC in Braga) wieder treffen. "Mit uns kann man wieder rechnen", meint Schalke-Profi Ebbe Sand. Trainer Morten Olsen kann wieder auf zwei Stammspieler zurückgreifen: Thomas Gravesen hat seine Sperre abgesessen und Jesper Grönkjaer ist nach einem Trauerfall wieder beim Team in Portugal.

Ebbe Sand würde gerne mal wieder für Dänemark treffenBild: AP

Wiedergutmachung angestrebt

Bulgariens Spielmacher Marian Hristow vom 1. FC Kaiserslautern verbreitet Optimismus - trotz der harschen Kritik der bulgarischen Medien: "Wir können Dänemark und Italien noch überholen." Allerdings wird auch ihm klar sein, dass seine Mannschaft bei einer weiteren Niederlage gegen den zweiten skandinavischen Vertreter bereits die Koffer packen kann. Deshalb hält sich auch beim Teamkollegen Dimitar Berbatow von Bayer Leverkusen der Optimismus in Grenzen. Ihn hat die Pleite gegen die Schweden sichtlich mitgenommen. Bulgariens Coach Plamen Markow musste nach der Schlappe gegen Schweden Aufbauarbeit betreiben: "Physisch ist die Mannschaft in guter Form, mental nicht."

Die voraussichtlichen Aufstellungen:
Bulgarien: Zdrwakow - Iwanow, Kirilow, Pasin, Iwailo Petekow - Pejew, Hristow, Stiljan Petrow, Martin Petrow - Berbatow, Jankowic
Dänemark: Sörensen - Helveg, Laursen, Henriksen, Niclas Jensen - Poulsen, Tomasson, Gravesen - Grönkjaer, Sand, Jörgensen

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