News kompakt: Trump feuert Justizministerin Pam Bondi
3. April 2026
US-Präsident Donald Trump hat Justizministerin Pam Bondi entlassen. Trump schrieb in seinem Onlinedienst Truth Social, die 60-Jährige werde vorerst durch ihren Stellvertreter Todd Blanche ersetzt. Er war früher Trumps persönlicher Anwalt. Der Sender CNN und die Zeitung "New York Times" berichteten, der Präsident sei darüber verärgert gewesen, dass Bondi seine Kritiker und Gegner nicht schnell genug strafrechtlich verfolgt habe. Außerdem war Bondi wegen ihres Umgangs mit den Akten um den in Haft gestorbenen US-Sexualstraftäter Jeffrey Epstein unter Druck geraten. Epstein hatte Verbindungen zu zahlreichen einflussreichen Persönlichkeiten, darunter auch zu Trump selbst.
Oppositionspolitiker begrüßten Bondis Entlassung. Der Minderheitsführer der Demokraten im Repräsentantenhaus, Hakeem Jeffries, nannte sie "die korrupteste Justizministerin der modernen amerikanischen Geschichte". Bondi habe versucht, alle Trump-Kritiker zum Schweigen zu bringen, erklärte er.
Der US-Präsident stellte Bondi einen "wichtigen neuen Job im Privatsektor" in Aussicht. Nähere Angaben machte er nicht.
Hegseth drängt US-Stabschef des Heeres zum Rücktritt
Inmitten des Kriegs gegen den Iran ist der Generalstabschef des Heeres der USA, Randy George, mit sofortiger Wirkung von seinem Amt zurückgetreten. Das bestätigte Pentagon-Sprecher Sean Parnell auf der Onlineplattform X. Der US-Sender CBS News berichtete, Verteidigungsminister Pete Hegseth habe den General zum Rücktritt aufgefordert. Andere US-Medien meldeten, Hegseth, der sich selbst Kriegsminister nennt, habe George gefeuert.
Gründe für den Rücktritt wurden nicht genannt. CBS erklärte aber unter Berufung auf informierte Kreise, Hegseth wolle einen General auf dem Posten, der seine Vision und die Vision von US-Präsident Donald Trump vom Heer teile. George war noch von Trumps Vorgänger Joe Biden an die Spitze der Landstreitkräfte berufen worden.
Wichtige Autobahnbrücke im Iran bombardiert
US-Präsident Donald Trump hat dem Iran nach Angriffen auf eine Autobahnbrücke nahe der Hauptstadt Teheran mit weiterer Zerstörung gedroht. "Die größte Brücke im Iran stürzt ein und wird nie wieder genutzt werden - es wird noch viel mehr folgen!", erklärte Trump wörtlich auf seiner Onlineplattform Truth Social. Dazu postete Trump ein kurzes Video, das die zerstörte Brücke vor einem Bergmassiv zeigt. Dichte Rauchschwaden steigen auf. Der US-Präsident rief das Mullah-Regime auf, sich auf einen "Deal" einzulassen, bevor "nichts mehr übrig" bleibe von dem Land.
Die als B1 bekannte Autobahnbrücke war am Donnerstag zweimal innerhalb kurzer Zeit bombardiert worden. Sie war Teil der Pendlerroute zwischen der Großstadt Karadsch und der überfüllten Millionenmetropole Teheran. Zudem liegt sie an einem Verkehrsknoten in Richtung Kaspisches Meer, einem beliebten Reiseziel. Mit einer Höhe von 132 Metern war sie die höchste Brücke im Iran. Ein Teilabschnitt befand sich noch im Bau.
UN-Generalsekretär Guterres warnt vor noch "größerem Krieg"
UN-Generalsekretär António Guterres hat angesichts der jüngsten Eskalationsdrohungen zwischen den USA und dem Iran vor einer gefährlichen Ausweitung des Konflikts im Nahen Osten gewarnt. Die Welt stehe "am Rande eines größeren Krieges, der die gesamte Region erfassen und weltweit dramatische Folgen haben könnte", sagte Guterres vor Journalisten in New York.
Die Spirale aus Tod und Zerstörung müsse dringend durchbrochen werden, so der UN-Generalsekretär. Auf die jüngsten Drohungen von US-Präsident Donald Trump hatte der Iran seinerseits angekündigt, die Angriffe zu intensivieren.
Papst Leo wäscht Priestern die Füße
Die Feierlichkeiten zum Osterfest finden in diesem Jahr erstmals unter Leitung von Papst Leo XIV. statt. Zum Auftakt wusch das Oberhaupt der katholischen Kirche am Gründonnerstag zwölf Priestern die Füße. Die Geste geht auf die Bibel zurück, wonach Jesus Christus am Vorabend seines Todes seinen Jüngern als Zeichen der Demut die Füße reinigte und küsste. Leos Vorgänger Franziskus, der am vergangenen Ostermontag im Alter von 88 Jahren verstorben war, widmete diesen Akt stets Benachteiligten in der Gesellschaft. So wusch er Obdachlosen, Migranten oder auch Häftlingen die Füße.
An diesem Freitag will der Papst auf dem Kreuzweg beim Kolosseum das Kreuz persönlich tragen. Am Ostersonntag wird Leo XIV. erstmals den traditionellen Segen "Urbi et Orbi" vor Zehntausenden Gläubigen spenden. Der US-Amerikaner war im vergangenen Mai zum Papst gewählt worden.
Räuber geben gestohlenen antiken Goldhelm zurück
Mehr als ein Jahr nach dem spektakulären Kunstraub aus einem Museum in den Niederlanden ist der Großteil der Beute wieder in Sicherheit. Dazu gehört auch das wertvollste Stück: ein rund 2500 Jahre alter Goldhelm, eine Leihgabe aus Rumänien. Der Helm und zwei antike Goldarmreifen seien der Staatsanwaltschaft übergeben worden, teilte die niederländische Ermittlerin Corien Fahner mit. Die Beute sei durch Vermittlung der Verteidiger der Tatverdächtigen zurückgegeben worden. Der Prozess gegen drei mutmaßliche Täter beginnt in etwa zehn Tagen.
Die Kunstschätze werden nun wieder im Museum in Assen im Norden der Niederlande unter strengem Polizeischutz präsentiert. Ein dritter antiker Armreifen fehlt noch. Die Suche nach ihm geht weiter.
se/pgr (dpa, afp, ap, rtr, kna)
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