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PolitikGlobal

News kompakt: Merz verbittet sich Einmischung der USA

28. November 2025

Die USA wollen auch die Migrationspolitik in Europa beeinflussen - der deutsche Kanzler weist das deutlich zurück. Russland verlangt von der Ukraine weiterhin die Abtretung bestimmter Gebiete. Das Wichtigste in Kürze.

 Bundeskanzler Merz
Kanzler Friedrich Merz: "Die Migrationspolitik ist unsere Sache. Wir entscheiden, ob wir sie für richtig halten"Bild: Jens Krick/Flashpic/picture alliance

Deutschlands Bundeskanzler Friedrich Merz hat die amerikanische Regierung mit deutlichen Worten aufgefordert, sich nicht in die Migrationspolitik in Europa einzumischen. Die Migrationspolitik sei "unsere Sache". Da brauche man keine Ermahnungen von außerhalb, sagte Merz. Das Außenministerium der USA hatte zuvor seine Botschafter in Europa angewiesen, gegen eine migrationsfreundliche Politik vorzugehen.

Gerade Deutschland sei seit dem Regierungswechsel auf dem richtigen Weg, so der Bundeskanzler weiter. Man sei zudem dabei, eine neue gemeinsame europäische Asyl- und Einwanderungspolitik zu formulieren. Auch das könne man aus eigener Kraft, betonte er.

Nationalgardistin stirbt nach Angriff in Washington

Einen Tag nach dem Schusswaffenangriff in der US-Bundeshauptstadt Washington ist eine Soldatin der Nationalgarde ihren schweren Verletzungen erlegen. Das teilte Präsident Donald Trump in einem Gespräch mit Militärs mit. Der zweite angegriffene Nationalgardist kämpfe weiter um sein Leben, so der US-Präsident. Der mutmaßliche Täter, ein 29-jähriger Afghane, ist in Polizeigewahrsam.

US-Präsident Donald Trump kündigt nach dem Angriff noch schärfere Maßnahmen gegen Einwanderer an Bild: Anna Rose Layden/REUTERS

Trump kündigte auf seiner Online-Plattform Truth Social an, die USA würden als Reaktion die Aufnahme von Menschen aus allen - so wörtlich - Dritte-Welt-Ländern dauerhaft aussetzen. Die US-Regierung will zudem die Inhaber einer sogenannten Green Card, also einer dauerhaften Aufenthaltsgenehmigung, aus 19 Ländern, darunter Afghanistan, überprüfen. Der Leiter der Einwanderungsbehörde USCIS, Joseph Edlow, teilte diesen Schritt im Onlinedienst X mit.

Putin besteht auf Rückzug der Ukraine vor Friedensschluss

Russland macht den Rückzug der Ukraine aus den von Moskau beanspruchten Gebieten zur Bedingung für ein Ende des Kriegs. Die Kämpfe würden aufhören, sobald sich die ukrainischen Truppen aus ihren Stellungen in Schlüsselgebieten zurückzögen, sagte Präsident Wladimir Putin am Donnerstag am Rande eines Staatsbesuchs in der zentralasiatischen Republik Kirgistan.

Russlands Staatschef Wladimir Putin besteht bei der Ukraine auf seinen Maximalforderungen Bild: Roman Naumov/Picvario Media/picture alliance

Zugleich bekräftigte er seine Bereitschaft zu Friedensverhandlungen. Die von den USA und der Ukraine diskutierten Grundzüge eines Friedensplans könnten Basis für künftige Abkommen sein, so Putin in der Hauptstadt Bischkek. Russland fordert von der Ukraine die vollständige Abtretung der vier Regionen Donezk, Luhansk, Cherson und Saporischschja.

Orbán kündigt Treffen mit Putin an

Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán wird nach eigenen Angaben an diesem Freitag mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin zusammenkommen. Das Treffen soll in Moskau stattfinden.

Ungarns Regierungschef Viktor Orbán unterhält nach wie vor enge Beziehungen zu Russland und Staatschef Wladimir Putin Bild: Jonathan Ernst/REUTERS

Er werde mit Putin über Öl- und Gaslieferungen nach Ungarn sprechen, sagte Orbán. Außerdem gehe es um die Bemühungen um einen Frieden in der von Russland angegriffenen Ukraine. Ungarn ist im Gegensatz zu den meisten anderen europäischen Ländern weiter stark von den Rohstoffimporten aus Russland abhängig.

Nord-Stream-Verdächtiger kommt vor Ermittlungsrichter

In Deutschland beginnt das juristische Verfahren gegen den mutmaßlichen Drahtzieher des Anschlags auf die Nord-Stream-Pipelines in der Ostsee. Der Hauptverdächtige wird an diesem Freitag einem Ermittlungsrichter am Bundesgerichtshof in Karlsruhe vorgeführt. Der Ukrainer war vor drei Monaten in Italien gefasst worden. Am Donnerstag wurde der 49-Jährige an Deutschland ausgeliefert.

Bundespolizisten haben am Donnerstag den Verdächtigen in Gewahrsam genommen Bild: Uli Deck/dpa/picture alliance

Er soll ein Team aus sieben Verdächtigen koordiniert haben, das im September 2022 Sprengsätze an den Nord-Stream-Pipelines am Grund der Ostsee platzierte. Bei dem Anschlag wurden die Röhren schwer beschädigt, sodass kein russisches Erdgas mehr nach Deutschland durchgeleitet werden konnte. Russland hatte wenige Monate zuvor seinen Angriffskrieg gegen das Nachbarland Ukraine begonnen.

Steinmeier gedenkt der Opfer des deutschen Luftangriffs auf Guernica

Zum Abschluss seines Staatsbesuchs in Spanien reist Deutschlands Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier an diesem Freitag nach Guernica. Die baskische Stadt im Norden des Landes war 1937 von der Luftwaffe der Nazis in Schutt und Asche gelegt worden. Diktator Adolf Hitler unterstützte im Spanischen Bürgerkrieg den rechten Putsch-General und späteren Diktator Francisco Franco und ließ die Stadt bombardieren. Der Maler Pablo Picasso hielt das Grauen in seinem berühmten Werk "La Guernica" für die Ewigkeit fest.

Guernica nach dem Luftangriff der deutschen und italienischen Luftwaffe (Aufnahme vom 29.04.1937) Bild: picture alliance/Everett Collection

Deutschland habe dort "schwere Schuld auf sich geladen", machte der Bundespräsident jetzt im Vorfeld seines Besuchs deutlich. Spaniens König Felipe VI. und Königin Letizia werden das deutsche Staatsoberhaupt nach Guernica begleiten.

se/AR/pgr (dpa, afp, ap, rtr, kna)

Dieser Artikel wurde um 9.00 Uhr (MEZ) erstellt und wird nicht weiter aktualisiert.

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