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PolitikGlobal

News kompakt: Trump versichert NATO seine Bündnistreue

8. Januar 2026

Die NATO-Partner sind laut US-Präsident Trump "alle meine Freunde". Deutschland erkennt den winzigen Südseestaat Niue an. Das Wichtigste in Kürze.

USA Washington D.C. | US-Präsident Donald Trump spricht im Oval Office über Grönland
US-Präsident Donald Trump steht nach eigenen Worten weiter zur NATO - von Grönland will er aber auch nicht lassen Bild: Bonnie Cash/CNP/ZUMA/IMAGO

Die USA werden nach den Worten von Präsident Donald Trump "immer" zur Militärallianz NATO stehen. "Wir werden immer für die ⁠NATO ‍da sein, auch wenn sie nicht für uns da sein wird", ⁠schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. Russland ‌und ⁠China fürchteten das Bündnis nur so lange, wie die Vereinigten ‍Staaten Mitglied seien. Die NATO-Mitglieder seien "alle meine Freunde", ergänzte der US-Präsident.

Nach dem von Trump geäußerten Anspruch auf das zum NATO-Partner Dänemark gehörende Grönland waren Zweifel an der Bündnistreue der USA aufgekommen. Trump bekräftigte mehrfach, die Vereinigten Staaten bräuchten die größte Insel der Welt. Die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen warnte für den ​Fall einer Annexion Grönlands durch die USA vor dem Ende der NATO.

Beschlagnahmter russischer Tanker transportierte auch iranisches Öl 

Einen Tag nach der Beschlagnahme eines unter russischer Flagge fahrenden Öltankers im Nordatlantik haben die USA weitere Einzelheiten bekannt gegeben. Justizministerin Pam Bondi schrieb auf der Plattform X, der Tanker habe früher Rohöl aus Venezuela und dem Iran transportiert. Er stand seit 2024 auf der US-Sanktionsliste.

Ein Schiff der US-Küstenwache neben dem im Nordatlantik beschlagnahmten Öltanker "Bella 1" Bild: Handout/AFP

US-Spezialkräfte hatten den Tanker am Mittwoch vor Island unter ihre Kontrolle gebracht. Bondi schrieb weiter, gegen die Besatzungsmitglieder des Schiffs werde umfassend ermittelt. Sie hätten Anweisungen der US-Küstenwache ignoriert und versucht zu fliehen. Russland kritisierte das Vorgehen scharf und forderte die ungehinderte Heimkehr der Seeleute.

Deutschland hofft auf demokratischen Neuanfang in Venezuela 

Nach dem Angriff der USA auf Venezuela pocht die Bundesregierung auf eine demokratische Neuordnung. Die Menschen in Venezuela hätten "das Recht auf eine freie, selbstbestimmte und demokratische Zukunft ihres Landes", sagte eine Sprecherin des Auswärtigen Amts in Berlin. Zwar sei derzeit nicht absehbar, dass es in Kürze Wahlen geben dürfte, sagte sie. "Perspektivisch" wären demokratische Wahlen aber "entscheidend", damit die Menschen ihre Zukunft selber bestimmen könnten.

Venezuelas entmachteter Staatschef Nicolás Maduro wird am 5. Januar von US-Beamten zu seinem ersten Gerichtstermin gebracht Bild: Adam Gray/REUTERS

US-Streitkräfte hatten in der Nacht zum Samstag bei einem groß angelegten Militäreinsatz den venezolanischen Staatschef Nicolás Maduro und dessen Frau Cilia Flores gefangen genommen und in die USA gebracht. Der 63-Jährige ist dort wegen "Drogenterrorismus" angeklagt und muss sich vor einem Gericht in New York verantworten.

Bundesregierung erkennt Südseestaat Niue an

Deutschland wird den kleinen Inselstaat Niue im Südpazifik völkerrechtlich anerkennen und diplomatische Beziehungen zu diesem aufnehmen. Das beschloss das Bundeskabinett in Berlin. Regierungssprecher Stefan Kornelius erläuterte, der Indopazifik sei eine bedeutende Region für die deutsche Außenpolitik. Deshalb sollten Partnerschaften mit Staaten in dieser Weltgegend ausgebaut werden. Als ein wichtiges Thema nannte Kornelius in dem Zusammenhang den Klimaschutz.

Niue im Südpazifik Bild: Michael Runkel/robertharding/picture alliance

Niue liegt rund 4500 km östlich der australischen Küste zwischen Fidschi und den Cookinseln und 2400 Kilometer nordöstlich von Neuseeland. Die Insel hat 1700 Einwohner und ist mit Neuseeland assoziiert. Niue ist mit rund 260 Quadratkilometern in etwa so groß wie Thüringens Landeshauptstadt Erfurt. Laut einer Sprecherin des Auswärtigen Amts unterhalten unter anderem Italien und die Schweiz sowie Kanada und die USA diplomatische Beziehungen zu dem Inselstaat.

USA treten aus 66 Organisationen aus 

Die USA ziehen sich aus 66 internationalen Organisationen zurück. Das geht aus einer Anordnung von Präsident Donald Trump hervor, die das Weiße Haus in Washington veröffentlichte. Der Austritt wird damit begründet, dass die Organisationen und Verträge nicht mit den Interessen der Vereinigten Staaten vereinbar seien. Bei vielen der genannten Organisationen geht es etwa um Bereiche wie Umwelt und Klima, Geschlechtergerechtigkeit, Bildung sowie die Förderung von Demokratie, Zivilgesellschaft und Rechtsstaatlichkeit.

US-Außenminister Marco Rubio Bild: Alex Brandon/AP Photo/picture alliance

Außenminister Marco Rubio sprach auf der Online-Plattform X von "antiamerikanischen, nutzlosen oder verschwenderischen internationalen Organisationen". Auf der Liste stehen auch zahlreiche Organisationen der Vereinten Nationen. Zuvor hatten die USA bereits ihren Rückzug etwa aus der Weltgesundheitsorganisation WHO sowie aus der UN-Kulturorganisation UNESCO angekündigt.

Alle Haushalte in Berlin haben wieder Strom 

Vier Tage nach dem mutmaßlichen linksextremistischen Anschlag auf das Stromnetz im Südwesten von Berlin ist die Energieversorgung wiederhergestellt. Nach provisorischen Reparaturarbeiten an den zerstörten Hochspannungsleitungen nahe einem Heizkraftwerk schaltete der Netzbetreiber am Mittwoch schrittweise die letzten rund 20.000 betroffenen Haushalte und 850 Gewerbebetriebe wieder zu.

Der Stromausfall in Berlin und die Folgen

02:49

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Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) sprach von einem "guten Tag" für die Hauptstadt Deutschlands. Er kündigte Initiativen zum besseren Schutz kritischer Infrastrukturen an. Es war der längste Stromausfall in Berlin seit Ende des Zweiten Weltkriegs. Seit Samstagmorgen waren zeitweise 45.000 Haushalte und 3000 Betriebe ohne Strom gewesen. 

se/pgr (dpa, afp, ap, rtr, epd) 

Dieser Artikel wurde um 9.00 Uhr (MEZ) erstellt und wird nicht weiter aktualisiert.

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