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KonflikteUkraine

Trump ruft Putin vor neuen Verhandlungen zum Frieden auf

4. Februar 2026

US-Präsident Trump hat den russischen Staatschef Putin mit Nachdruck aufgefordert, den Krieg gegen die Ukraine zu beenden. Auch bei neuen Verhandlungen in Abu Dhabi steht der Friedenswille Moskaus im Blickpunkt.

USA Palm Beach 2026 | US-Präsident Trump bei Pressekonferenz in Mar-a-Lago
US-Präsident Donald Trump bei einer Pressekonferenz (Archivbild)Bild: Alex Brandon/AP Photo/dpa/picture alliance

"Ich will, dass er den Krieg beendet", sagte US-Präsident Donald Trump vor Journalisten im Weißen Haus. Auf die Frage, ob er enttäuscht sei, dass der russische Präsident Wladimir Putin die jüngste Feuerpause nicht verlängert habe, antwortete Trump: "Ich würde mir das von ihm wünschen."

Zugleich äußerte sich der US-Präsident anerkennend über Putin. Der Kreml-Chef habe "sein Wort gehalten", indem er die Angriffe auf Kiew und andere ukrainische Städte für den vereinbarten Zeitraum ausgesetzt habe. Eine Woche sei viel, sagte Trump und fügte hinzu: "Wir nehmen alles, denn es ist dort wirklich sehr, sehr kalt."

Seit knapp zwei Tagen hat Russland seine Angriffe wieder aufgenommen, auch auf die Energieversorgung, für welche die Feuerpause explizit galt. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj warf Putin deshalb vor, weiter auf Krieg und die Zerstörung der Ukraine zu setzen, nicht auf Diplomatie. "Die Arbeit unseres Verhandlungsteams wird entsprechend angepasst", kündigte er mit Blick auf die anstehenden Verhandlungen in Abu Dhabi an, ohne Details zu nennen. Aus Sicht Selenskyjs hat sich Moskau nicht an die Waffenruhe gehalten. Er rief die USA zu entsprechenden Konsequenzen auf.

Tote bei weiteren russischen Angriffen

Unterdessen wurden bei russischen Angriffen auf die Stadt Druschkiwka in der ostukrainischen Region Donezk nach Angaben des örtlichen Gouverneurs mindestens sieben Menschen getötet. Acht weitere seien verletzt worden, teilte Wadym Filaschkin auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Die russischen Truppen hätten den Marktplatz der Stadt mit Streumunition ⁠beschossen und ‍zwei Fliegerbomben abgeworfen.

In der Region Dnipropetrowsk kamen in der Nacht zu Mittwoch laut Behörden zwei Menschen durch russische Drohnenangriffe ums Leben, zwei weitere wurden verletzt. Die Drohnen schlugen in der Gemeinde Wassylkiwka im Osten der Region ein, wie Gouverneur Olexander Hanscha auf Telegram erklärte. Es seien Feuer ausgebrochen, ein Privathaus zerstört und drei weitere beschädigt worden. Daneben habe es mehrere Autos und eine Stromleitung getroffen. Wassylkiwka liegt weniger als 50 Kilometer von der Front entfernt.

Einmal mehr gerieten auch die Stadt Nikopol und die anliegenden Gemeinden in der Nacht unter Drohnen- und Artilleriebeschuss, wie Hanscha mitteilte. Demnach wurden Infrastrukturobjekte und Stromleitungen beschädigt. Nikopol liegt am Fluss Dnipro auf der gegenüberliegenden Seite des von russischen Truppen besetzten Atomkraftwerks Saporischschja.

Beratung über verschiedene Streitthemen

Inzwischen hat in Abu Dhabi die zweite Gesprächsrunde zwischen der Ukraine, Russland und den USA über Auswege aus dem Ukraine-Krieg begonnen. Der Sekretär des nationalen Sicherheitsrates in Kyjiw, Rustem Umjerow, teilte in den sozialen Netzwerken mit, zu Beginn habe es ein trilaterales Treffen gegeben, danach solle in Gruppen zu einzelnen Streitthemen beraten werden.

Trilaterale Gespräche in Abu Dhabi gab es bereits im Januar (Archivbild)Bild: UAE Government/REUTERS

Eine erste Runde in diesem Format hatte es im Januar in der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate gegeben. Für die zwei Kriegsparteien war es der erste direkte Kontakt auf offizieller Ebene nach mehreren Monaten.

Die Regierung in Moskau machte zu Beginn der Gespräche klar, dass sie an ihren Forderungen festhalte. Russische Truppen würden so ‍lange weiter in der Ukraine kämpfen, bis die Regierung in Kyjiw Entscheidungen zur Beendigung ​des ​Krieges treffe, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow. Die russische Position sei unverändert.

Als Vorbedingung für eine Einigung verlangt Russland den Abzug ukrainischer Truppen aus der gesamten östlichen Region Donezk. Dazu gehört auch ein Gürtel stark befestigter Städte, die als eine der stärksten Verteidigungslinien der Ukraine gelten. Die Ukraine fordert dagegen, den Konflikt entlang der derzeitigen Frontlinie einzufrieren, und lehnt einen einseitigen Rückzug ihrer Streitkräfte ab.

gri/se (afp, dpa, rtr)

Redaktionsschluss: 17.00 Uhr (MEZ) - dieser Artikel wird nicht weiter aktualisiert.

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