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Tschechien: Viele Verletzte bei schwerem Zugunglück

20. November 2025

Zwei Personenzüge sind bei Budweis in Tschechien frontal aufeinandergeprallt.

Blick auf Waggons mit Beschädigungen
Die Waggons stürzten nach dem Zusammenstoß der beiden Züge nicht um Bild: Vaclav Pancer/CTK/picture alliance

Die Zugkollision ereignete sich auf einem Streckenabschnitt nahe der Stadt Budweis (Ceske Budejovice) im Südwesten Tschechiens, etwa 50 Kilometer von der Landesgrenze Bayerns entfernt. Fast 60 Menschen wurden dabei verletzt, fünf von ihnen schwer, wie die Behörden mitteilten. Zahlreiche Krankenwagen eilten zur Unglücksstelle. Die Rettungskräfte setzten auch einen Hubschrauber ein.

Ein Schnellzug und ein weiterer Personenzug waren aus entgegengesetzten Fahrtrichtungen frontal aufeinander zugerast. Die Eisenbahninspektion nahm Ermittlungen auf. Zur Ursache der Kollision ist noch nichts bekannt. Ein Alkoholtest bei den Lokführern fiel laut Polizei negativ aus.

Feuerwehr und Rettungskräfte waren mit zahlreichen Helfern vor Ort Bild: Vaclav Pancer/CTK/picture alliance

Die Behörden richteten zwischen Budweis und Pilsen einen Schienenersatzverkehr mit Bussen ein.

Viele Strecken noch veraltet 

Das EU- und NATO-Mitglied Tschechien hat eines der dichtesten Eisenbahnnetze in Europa - doch die Nachrüstung vieler älterer Strecken mit modernen Zugsicherungssystemen kommt nur schleppend voran. Der Generaldirektor der Eisenbahnverwaltung, Jiri Svoboda, schrieb im Onlinedienst X: "Dieser Unfall hat wieder einmal gezeigt, wie wichtig es ist, den Ausbau moderner Sicherungssysteme wie ETCS fortzusetzen." Die vollständige Umstellung auf das European Train Control System (ETCS) sei bereits auf 620 Streckenkilometern erfolgt, betonte er zugleich. Das europäische Zugbeeinflussungssystem ermöglicht, dass Züge Informationen über Geschwindigkeit und Streckenfreigabe direkt im Führerstand erhalten, ohne auf äußere Signale angewiesen zu sein.

se/jj (dpa, afp, rtr)

Redaktionsschluss: 17.00 Uhr (MEZ) - dieser Artikel wird nicht weiter aktualisiert.

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