In Lettland werden beschlagnahmte Autos zu Hilfskonvois für die Ukraine umfunktioniert. Oftmals gehörten sie betrunkenen Fahrern. Seit 2022 kann dort nicht nur der Führerschein, sondern auch das Fahrzeug eingezogen werden, wenn der Alkoholwert mehr als das Dreifache des erlaubten Grenzwerts beträgt - auch Touristen werden nicht verschont.
Ein Gesetz von 2023 erlaubt es, diese Fahrzeuge an die ukrainische Armee für den Krieg gegen Russland zu spenden. Auf einem Gelände am Rand von Riga stehen die Autos bereit, beladen mit Kleidung, Lebensmitteln und anderen Hilfsgütern. Einige sind enteignet, aber auch gespendete Fahrzeuge sind dabei. Freiwillige organisieren die Kolonnen, die jeden Freitag Richtung Ukraine aufbrechen. Viele Letten unterstützen die Aktion aus historischer Erfahrung: Das Land war selbst lange unter sowjetischer Herrschaft, viele Familien wurden deportiert. Diese Vergangenheit prägt das starke Mitgefühl mit der Ukraine und den festen Willen, sie bis zum Sieg zu unterstützen.
