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KonflikteUkraine

Selenskyj kündigt neue Gespräche mit Russland an

7. Februar 2026

Der Präsident der Ukraine betont abermals, es dürfe keine Vereinbarung "über uns, ohne uns" geben. Während die USA aufs Tempo drücken, bombardiert das russische Militär gezielt die ukrainische Energieinfrastruktur.

Ukraine Kyjiw 2026 | Wolodymyr Selenskyj steht an einem Rednerpult mit Mikrofonen
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj rechnet mit einer neuen Verhandlungsrunde im US-Bundesstaat Florida (Archivbild)Bild: President of Ukraine/APAimages/IMAGO

Nach den Ukraine-Gesprächen in den Vereinigten Arabischen Emiraten haben die USA zu einer neuen Verhandlungsrunde auf eigenem Boden eingeladen. Sowohl die ukrainische als auch die russische Delegation werde sich dazu voraussichtlich in der kommenden Woche in Miami im US-Bundesstaat Florida treffen, teilte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj mit.

Im Anschluss an das Treffen in Abu Dhabi am Mittwoch und Donnerstag hatten alle Beteiligten Fortschritte konstatiert. Die strittigen Territorialfragen zwischen Kyjiw und Moskau konnten jedoch nicht geklärt werden. Selenskyj betonte erneut, sein Land werde keine ausschließlich zwischen Moskau und Washington ausgehandelte Lösung akzeptieren. Eine Vereinbarung, die "über uns, ohne uns" getroffen werde, sei für die Ukraine nicht annehmbar. Die USA dringen nach seinen Worten auf eine Lösung des Konflikts noch vor dem Sommer.

400 Drohnen

Russlands Militär griff in der Nacht zu Samstag ein weiteres Mal das Energiesystem der Ukraine an. Hauptziele seien das Stromnetz, Kraftwerke und Umspannwerke gewesen, schrieb Selenskyj in Onlinediensten. Der Feind habe mehr als 400 Drohnen und etwa 40 Raketen und Marschflugkörper eingesetzt. Schäden gibt es demnach in den westukrainischen Regionen Wolhynien, Iwano-Frankiwsk, Lwiw und Riwne. Der ukrainische Präsident forderte die westlichen Verbündeten auf, weitere Waffen zu liefern und Moskau die Möglichkeit zu entziehen, mit Kälte Druck auf die Ukraine auszuüben.

Auch in der Nacht zu Samstag suchten zahlreiche Zivilisten in U-Bahn-Stationen der Hauptstadt Kyjiw Schutz vor russischen AngriffenBild: Alina Smutko/REUTERS

Während es laut dem staatlichen Versorger Ukrenergo wegen der zerstörten Infrastruktur in zahlreichen Regionen Notabschaltungen gab, stiegen im Nachbarland Polen wegen der Angriffe Kampfflugzeuge auf. Die erforderlichen Kräfte seien mobilisiert worden, teilte das Operative Kommando der polnischen Armee mit. Die bodengestützten Luftverteidigungssysteme seien in Bereitschaft versetzt worden. An den Flughäfen Rzeszow und Lublin im Osten des NATO-Landes fanden vorübergehend keine Starts und Landungen statt.

Russland überzieht die Ukraine seit fast vier Jahren mit einem Angriffskrieg. In diesem Winter zielt Moskau verstärkt auf das ohnehin schon angeschlagene Energiesystem der Ukraine. Die Folge sind immer wieder längere Ausfälle der Strom-, Wasser- und Wärmeversorgung bei teilweise zweistelligen Minusgraden.

jj/pg (dpa, afp, rtr)

Redaktionsschluss: 18.00 Uhr (MEZ) - dieser Artikel wird nicht weiter aktualisiert.

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