News kompakt: Irans Außenminister spricht mit dem IAEA-Chef
17. Februar 2026
Vor der zweiten Runde der Verhandlungen über Irans Atomprogramm hat sich Teherans Außenminister Abbas Araghtschi mit dem Direktor der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), Rafael Grossi, getroffen. Grossi bestätigte die Begegnung in Genf im Onlinedienst X. Es sei ein "gründliches" Gespräch im Vorfeld der wichtigen Verhandlungen an diesem Dienstag in der Schweiz gewesen. Die Gespräche mit den USA werden wieder indirekt geführt. Vertreter des Omans sind als Vermittler nach Genf gereist.
Die US-Delegation wird nach Angaben des Weißen Hauses vom Sondergesandten Steve Witkoff und Präsident Donald Trumps Schwiegersohn Jared Kushner angeführt. US-Außenminister Marco Rubio sagte am Montag vor Journalisten: "Wir hoffen, dass es einen Deal gibt." Er fügte hinzu: "Der Präsident bevorzugt stets friedliche und ausgehandelte Lösungen gegenüber anderen Vorgehensweisen."
Neue Gespräche über Ende des Ukraine-Kriegs in Genf
Unter Vermittlung der USA setzen Vertreter Russlands und der Ukraine von diesem Dienstag an ihre Verhandlungen über ein Ende des Krieges fort. Nach zwei Gesprächsrunden im Januar und Anfang Februar in Abu Dhabi, der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate, ist diesmal Genf in der Schweiz der Tagungsort. Als Teilnehmer wird auch US-Chefunterhändler Steve Witkoff erwartet.
Russland will nach Angaben aus Moskau bei den für zwei Tage angesetzten Verhandlungen über die strittigen Gebietsfragen mit der Ukraine sprechen. Der Kreml beansprucht weite Regionen im Osten der Ukraine für sich. Die Regierung in Kyjiw lehnt dies bislang ab.
Forscher sehen Europa unzureichend auf Klimawandel vorbereitet
Klimaforscher haben die Europäische Union aufgerufen, sich dringend stärker auf die Risiken vorzubereiten, die mit dem Klimawandel verbunden sind. Vor allem müsse der Einsatz gegen Hitzewellen, Waldbrände und Überschwemmungen besser koordiniert werden, mahnt der Europäische Wissenschaftliche Beirat zum Klimawandel in einem Bericht an. Der deutsche Beiratsvorsitzende Ottmar Edenhofer erklärte, allein extreme Hitze habe in den letzten Jahren zu Zehntausenden vorzeitigen Todesfällen geführt. Dazu kämen neben den Schäden an Ökosystemen wirtschaftliche Schäden von durchschnittlich rund 45 Milliarden Euro pro Jahr.
Diese Gefahren dürften sich weiter verschärfen, so der Beirat mit Sitz in Dänemarks Hauptstadt Kopenhagen. Europa erwärme sich etwa doppelt so schnell wie der globale Durchschnitt - die Auswirkungen seien in allen Regionen spürbar. Neben dem Klimaschutz sei die Klimaanpassung entscheidend.
Top-Ökonom sorgt sich um Wirtschaftsstandort Deutschland
Der Chef des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, Marcel Fratzscher, sieht ohne umfassende Reformen der Bundesregierung keine Konjunkturbelebung. Der Wachstumsmotor in Deutschland werde schon allein wegen der Demografie nie mehr anspringen, sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Es fehlten schlicht die Arbeitskräfte, um die Wachstumsraten der Vergangenheit zu erreichen.
Der Ökonom schlug vor, Minijobs abzuschaffen und eine höhere Grundsteuer einzuführen - damit der Anreiz steige, eine Immobilie zu entwickeln und wirtschaftlich zu nutzen. Zudem müssten alle klimaschädlichen Steuersubventionen wie das Dieselprivileg, die Steuerbefreiung von Kerosin und die Pendlerpauschale abgeschafft oder zumindest gekürzt werden. Sie machten allein 60 Milliarden Euro im Jahr aus. Fratzscher plädierte auch dafür, das Ehegattensplitting abzuschaffen, das den Staat rund 22 Milliarden Euro koste.
21-Jähriger wegen Anschlagsplans auf Taylor-Swift-Konzert angeklagt
Eineinhalb Jahre nach der terrorbedingten Absage von Konzerten des US-Popstars Taylor Swift in Wien hat Österreichs Justiz Anklage gegen einen mutmaßlichen IS-Sympathisanten erhoben. Der 21-Jährige habe ein Attentat beim ersten von drei Auftritten Anfang August 2024 geplant, teilte die Staatsanwaltschaft Wien mit. Zudem soll der Österreicher über Messengerdienste Propagandamaterial der Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" versendet haben.
Im Fall einer Verurteilung droht dem jungen Mann eine Höchststrafe von 20 Jahren Haft. Fahnder hatten ihn kurz vor den Stadion-Konzerten festgenommen.
Pokémon-Sammelkarte für gigantische Summe versteigert
Eine seltene Pokémon-Sammelkarte ist in den USA für den Rekordpreis von fast 16,5 Millionen Dollar (13,9 Millionen Euro) versteigert worden. Verkäufer der Karte mit dem Namen "Pikachu Illustrator" ist der US-Influencer und Wrestler Logan Paul. Gekauft hat das Exemplar der amerikanische Risikokapitalgeber AJ Scaramucci, wie das Auktionshaus Goldin aus dem US-Bundesstaat New Jersey mitteilte. Es ist die teuerste jemals auf einer Auktion versteigerte Sammelkarte. Das bestätigte das Unternehmen Guinness World Records. Von der Karte gibt es weniger als 40 Exemplare. Diese waren Ende der 1990er Jahre für einen Pokémon-Illustrationswettbewerb produziert worden.
Paul trug die Karte in der Vergangenheit an einer mit Diamanten besetzten Kette. Auch die Kette ging an den Höchstbietenden. Die Pokémon-Karten sind zuerst in Japan erschienen. Der Name ist eine Verkürzung des englischen Begriffs "pocket monsters" - auf Deutsch: Taschenmonster.
se/AR/jj (dpa, afp, rtr, ap)
Dieser Nachrichtenüberblick wurde um 9.00 Uhr (MEZ) erstellt und wird nicht weiter aktualisiert.