1. Zum Inhalt springen
  2. Zur Hauptnavigation springen
  3. Zu weiteren Angeboten der DW springen

Kritik an umstrittenen Atomdeal mit Russland

02:30

This browser does not support the video element.

Miltiades Schmidt
6. August 2026

Trotz massiver Kritik hat Deutschland grünes Licht gegeben für die umstrittene Zusammenarbeit einer Brennelemente-Fabrik mit dem russischen Staatskonzern Rosatom.

Eine Fabrik in der deutschen Stadt Lingen hat europaweit Aufmerksamkeit erregt: Dort sollen künftig Brennstäbe für Atomkraftwerke russischer Bauart produziert werden. Das Werk gehört zu einem französischen Atomkonzern, der dafür mit dem russischen Staatskonzern Rosatom kooperiert. Die Genehmigung stößt auf scharfe Kritik, auch aus der Bundesregierung. Staatssekretär Jochen Flasbarth betont, dass die Zusammenarbeit politisch unerwünscht sei, rechtlich aber nur durch EU-Sanktionen gegen den russischen Nuklearsektor verhindert werden könnte.

Die produzierten Brennelemente sind für osteuropäische Kernkraftwerke russischer Bauart vorgesehen. Der Betreiber bezeichnet das Vorhaben als Beitrag zur europäischen Energiesouveränität. Kritiker verweisen jedoch darauf, dass das Projekt weiterhin auf russische Technik, Maschinen und Komponenten angewiesen ist. Um Risiken wie Spionage oder Sabotage auszuschließen, wurden strenge Auflagen festgelegt. Dazu gehören beaufsichtigter Zugang für Rosatom-Mitarbeiter, Sicherheitsprüfungen russischer Komponenten und eine Trennung der russischen IT-Systeme vom übrigen Werksnetzwerk.

Den nächsten Abschnitt Top-Thema überspringen

Top-Thema

Den nächsten Abschnitt Weitere Themen überspringen