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US-Arbeitsmarkt hilft Obama

5. Oktober 2012

Vier Wochen vor der Wahl erhält US-Präsident Barack Obama Rückenwind vom Arbeitsmarkt. Die Arbeitslosigkeit ist auf den niedrigsten Stand seit seinem Amtsantritt gesunken.

Symbolbild Arbeitslosigkeit in den USA © jamdesign #36189586 - Portfolio ansehen
Bild: Fotolia/jamdesign

Die Quote lag im September bei 7,8 Prozent, teilte das Arbeitsministerium in Washington mit. Im August hatte sie noch bei 8,1 Prozent gelegen. Damit sank die Arbeitslosenquote auf den tiefsten Stand seit Januar 2009, als Barack Obama sein Amt als Präsident der USA antrat. Außerdem liegt die Quote nun unter der Marke von acht Prozent. Die ist in den USA psychologisch wichtig, weil dort seit den 1930er Jahren kein Präsident wiedergewählt worden ist, wenn mehr als acht Prozent der Menschen arbeitslos waren.

Bereinigte Zahlen

Den Angaben zufolge schuf die US-Wirtschaft im September nur 114.000 neue Jobs. Den deutlichen Rückgang der Quote um 0,3 Prozentpunkte erklärte das Ministerium mit einer Bereinigung der Arbeitslosenquoten von Juli und August. In diesem Monaten entstanden demnach mehr neue Jobs, als bisher in der Statistik auftauchten.

"Verschwörungstheoretiker werden angesichts dieser Zahlen durchdrehen", sagte Omer Esiner, Analyst von Commenwealth Foreign Exchang der Nachrichtenagentur Reuters. "Die Arbeitslosenquote ist niedriger als zu Beginn der Amtszeit von Obama."

Wieder Rückenwind für Obama

01:16

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Hauptthema im Wahlkampf

Die Entwicklung am Arbeitsmarkt ist ein Hauptthema im Wahlkampf zwischen Amtsinhaber Barack Obama und seinem Herausforderer Mitt Romney. Der wirft dem Präsidenten vor, mit seiner Politik für die schwache Entwicklung der Wirtschaft seit der Finanzkrise verantwortlich zu sein. Gewählt wird am 6. November.

Das Weiße Haus wertet die neuen Arbeitsmarktdaten als Beleg für die Genesung der US-Wirtschaft. Es gebe aber weiterhin viel zu tun. "Es ist wichtig, dass wir mit einer Politik fortfahren, die die Mittelschicht stärkt, während wir uns aus dem tiefen Loch befreien, das durch die tiefe Rezession verursacht wurde, die im Dezember 2007 begann", so die Regierung in einer Stellungnahme.

Gegenkandidat Mitt Romney bestritt dagegen einen wirtschaftlichen Aufschwung. "So sieht keine Erholung aus", sagte er. "Wir haben im September weniger Jobs geschaffen als im August und im August weniger als im Juli", erklärte er über seine Wahlkampagne. Nach wie vor suchten 23 Millionen US-Bürger Arbeit, fast jeder Sechste leide unter Armut, so Romney.

bea/sti (reuters, dpa, afp)

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