US-Autor Thomas Berger gestorben
22. Juli 2014
Thomas Berger wurde 1965 mit dem Western Heritage Award für sein bekanntestes Werk "Der letzte Held" ("Little big man") ausgezeichnet und ein Jahr später zum Ehrendoktor der University of Long Island ernannt. 1970 wurde der Roman vom amerikanischen Filmregisseur Arthur Penn verfilmt. Dustin Hoffman übernahm als Jack Crabb (rechts im Bild) die Hauptrolle.
Detektivgeschichten und Gesellschaftskritik
Insgesamt verfasste Berger mehr als 20 Bücher und veröffentlichte zahlreiche Kurzgeschichten. Der Schriftsteller war unter Kritikern für seine meisterhaften Erzählungen bekannt und verfasste sowohl Detektivgeschichten als auch gesellschaftskritische Texte. Bergers bekanntestes Werk "Der letzte Held" wurde 1964 veröffentlicht. Der vielschichtige Roman handelt von der unglaublichen Lebensgeschichte des 111-jährigen Jack Crabb im Wilden Westen.
Weltkriegsroman "Crazy in Berlin"
Thomas Berger wurde am 20. Juli 1924 in Cincinnati, Ohio geboren. Der Sohn des deutschstämmigen Thomas Charles Berger unterbrach 1943 sein Studium an der University of Cincinnati für eine dreijährige Militärzeit. Die Erlebnisse als Soldat der Besatzungsgruppe im zerstörten Berlin verarbeitete er in seinem Erstlingsroman "Crazy in Berlin". Die Geschichte spielt während des zweiten Weltkriegs. Berger beschreibt die Jugend des Protagonisten in einer Welt, die aus den Fugen geraten ist. Nach Abschluss seines Studiums 1948 arbeitete Thomas Berger als Bibliothekar der New York Rand School of Social Sciences. Seit den 50er Jahren lebte er abwechselnd in England und den USA und widmete sich ganz der Schriftstellerei. Nun verstarb der Autor am 13. Juli 2014, kurz vor seinem 90. Geburtstag, im Nyack Hospital in New York.
rt/rey (New York Times, AP, dpa)