USA wollen CO2-Ausstoß senken
2. Juni 2014
Ausgangswert sei der Kohlendioxid-Ausstoß aus dem Jahr 2005, berichtet das "Wall Street Journal". Das Vorhaben soll an diesem Montag von der US-Umweltschutzbehörde EPA vorgestellt werden.
Vor allem im Visier: Kohlekraftwerke
In den USA sind die Kraftwerke, von denen die meisten mit Kohle betrieben werden, für rund ein Drittel des Treibhausgas-Ausstoßes der weltgrößten Volkswirtschaft verantwortlich.
Nach Angaben der "New York Times" handelt es sich um eine der bisher umfangreichsten Maßnahmen der US-Regierung gegen den Klimawandel. Die einzelnen Bundesstaaten dürften demnach selbst entscheiden, mit welchen Maßnahmen sie das Ziel erreichen.
Es geht auch ohne den Kongress
Präsident Barack Obama hatte bereits im vergangenen Jahr angekündigt, entsprechende Regeln von seiner Regierung erarbeiten zu lassen. Er braucht dafür nicht die Zustimmung des Kongresses.
Es wird dennoch erwartet, dass der Vorstoß von Gegnern politisch und juristisch angegriffen wird. In der Vergangenheit hatte es für Obamas Pläne zum Klimaschutz wiederholt Kritik von der Industrie und den Republikanern gegeben. Sie erklärten, durch die Maßnahmen würden der wirtschaftliche Aufschwung und Arbeitsplätze in den USA gefährdet.
Der Weltklimarat der Vereinten Nationen hatte die Staatengemeinschaft erst Mitte April eindringlich zu einem schnelleren und ambitionierteren Kampf gegen den Klimawandel aufgerufen.
haz/mak (dpa, rtr)