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Die Wüste lebt: Spektakuläres Blütenmeer im "Tal des Todes"

10. März 2026

Das Death Valley im Wilden Westen der USA ist einer der heißesten und trockensten Orte der Welt. Doch nun ist das Leben in der Wüste geradezu explodiert - es ist die üppigste Blüte seit zehn Jahren.

USA Death Valley Nationalpark 2026 | Ein Fahrzeug auf dem Weg in den Death Valley Nationalpark (06.03.2026)
Blumen-Safari im "Tal des Todes"Bild: Zeng Hui/Xinhua/IMAGO

Seit zehn Jahren hat das "Tal des Todes" im Westen der USA nicht mehr ein solches Schauspiel an Blumen und Farben erlebt. Eine der heißesten und trockensten Wüsten der Welt schimmert derzeit vor allem goldgelb.

Das Death Valley in den US-Bundesstaaten Kalifornien und Nevada erlebe die üppigste Blüte seit 2016, schreibt die Parkverwaltung National Park Service: "Die auffällige gelbe Wüstengoldblume ist eine der bekanntesten Blumen, aber es gibt auch eine Vielzahl anderer Arten, die ebenfalls blühen." Und so buhlen auch Wildblumen in Lila, Orange und Weiß farbenfroh um Aufmerksamkeit.

Blütenpracht durch Regenrekord

"Diese Landschaft, die manch einer als öde oder leblos empfindet, erwacht gerade zu neuem Leben und präsentiert sich in einem wahrhaft wunderschönen Farbenmeer", sagte Parkranger Matthew Lamar der Nachrichtenagentur AP. Dank der anhaltenden Regenfälle und der warmen Temperaturen der letzten sechs Monate sei die diesjährige Blüte die schönste seit 2016, so Lamar.

Blühendes Death ValleyBild: John Locher/AP Photo/picture alliance

Im Death Valley fiel seit Oktober fast die gesamte Jahresmenge an Regen. Und dann folgte laut National Park Service auch noch der nasseste November seit Beginn der Aufzeichnungen. Man kann dort sogar gerade an einem See spazieren gehen. Der Lake Manly bildet sich nur nach üppigen Niederschlägen. Durch den vielen Regen konnten lange im Boden ruhende Samen keimen.

Anders, als der Name suggeriert, ist das "Tal des Todes" niemals wie ausgestorben. Selbst in Jahren ohne üppige Blütenpracht herrscht im Death Valley reges Leben, so Loralee Larios, Pflanzenökologin an der University of California in Riverside. "Pflanzen und Tiere haben erstaunliche Strategien entwickelt, um zu überleben, insbesondere in einem Ökosystem wie dem Death Valley, das von Extremen geprägt ist", so Larios.

Tiffany Pereira vom Desert Research Institute sagte AP, dass sich Wüstenpflanzen daran angepasst haben, jahrzehntelang ohne Wasser auszukommen und auf die perfekten Bedingungen für die Keimung ihrer Samen zu warten.

Kurze Gelegenheit

Doch das aktuelle Blütenmeer ist nicht von Dauer. Je nach Wetterlage könnte die Wüste noch bis Mitte oder Ende März blühen, prognostiziert die Parkverwaltung. Danach übernehmen erneut Hitze, Sand und Staub. Und spätestens im Sommer verwandelt sich das "Tal des Todes" wieder in einen zumindest Blümchen-feindlichen Glutofen.

Eine Besucherin beim Bad im BlumenmeerBild: Zeng Hui/Xinhua/picture alliance

Also noch schnell die Blütenpracht genießen. David Blacker, der Geschäftsführer der gemeinnützigen Death Valley Natural History Association schwärmte im Sender NBC: "Der Duft ist einfach unglaublich."

AR/pgr (dpa, ap)

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